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Ältere sollen mitreden dürfen

Burgwedel Ältere sollen mitreden dürfen

Mit seinem Antrag auf die Einrichtung eines Seniorenbeirats für Burgwedel bringt Ratsherr Rudolf Gutte neuen Schwung in eine alte Diskussion. 2009 hatte eine Mehrheit aus CDU, FDP und WEB eine solche Vertretung noch abgelehnt.

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Senioren sind agil und leistungsfähig.In einem Beirat können sie auch ihre Interessen vertreten.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Der wachsenden Zahl älterer Bürger die Möglichkeit der Mitgestaltung zu eröffnen, um mitbestimmend zur Verbesserung ihrer Lebenssituation beizutragen - dieses Ziel verfolgt Ratsherr Rudolf Gutte (Die Unabhängigen) mit seinem Antrag, den er jetzt bei der Stadtverwaltung eingereicht hat. Bereits jeder vierte Burgwedeler sei älter als 60 Jahre, zugleich blieben Senioren länger gesund und leistungsfähig. Sie seien bereit und in der Lage, ehrenamtlich gemeinnützige Aufgaben zu übernehmen und dabei ihre vielseitigen Erfahrungen einzubringen, so Gutte. Zudem seien Senioren mit speziellen Problemen konfrontiert - in Themenfeldern wie Pflege und Gesundheit, Vorsorge, Verlust des Ehepartners, Vereinsamung, Wohnen im Alter oder wohnungs- und haushaltsnahe Hilfen. „Eine spezielle Vertretung der Senioren wird bestehende Mängel und Missstände in ihren Lebensbereichen aufzeigen und zur Vermeidung oder Überwindung dieser beitragen“, ist Ratsherr Gutte überzeugt. Er verweist auf Seniorenbeiräte in vielen anderen Kommunen der Region, zum Beispiel in Langenhagen und der Wedemark.

Das Thema ist für Burgwedel nicht neu: Bereits Ende 2009 hatten CDU, Liberale und WEB ein solches Gremium als nicht erforderlich angesehen und mit ihrer Mehrheit im Sozialausschuss abgelehnt. Der Anstoß für einen Beirat war zuvor aus der Seniorenbegegnungsstätte gekommen.

Gutte hofft dennoch, dass der Antrag nunmehr „ein Selbstläufer wird“: Die Idee des Seniorenbeirates passe zu den sozialpolitischen Zielsetzungen von CDU, SPD und Grünen. „Das legt geradezu eine Allparteienkooperation nahe“, ist Gutte überzeugt - wohl wissend, dass er als einziger Unabhängiger im Rat nur die Rolle des Impulsgebers übernehmen kann. Die SPD hatte schon 2014 angekündigt, das Thema Seniorenbeirat im Kommunalwahlkampf 2016 ganz oben auf die Agenda zu setzen.

Dass sich genügend Aktive fänden, sobald Ältere die Perspektive für einen Seniorenbeirat sähen, davon ist Gutte überzeugt. Und angesichts immer mehr älterer Burgwedeler sei ein solches Gremium, das in allen Ausschüssen bei Seniorenangelegenheiten eine beratende Funktion ausübe und Älteren eine Stimme verleihe, demokratischer Fortschritt.

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