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Sorge vor erneutem Kita-Streik

Burgwedel Sorge vor erneutem Kita-Streik

Mitten in die Schließzeit vieler Kitas fällt jetzt ein möglicher neuer Streik - allein die aufkommende Debatte darüber verunsichert die Eltern. Am Donnerstag wird es ein Treffen zwischen Verdi und der kommunalen Arbeitgebervereinigung geben. Die Kommunen bereiten sich zum Teil auf den erneuten Ausstand vor.

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Droht den Kitas schon wieder ein Streik oder sind die Verhandlungen am Donnerstag erfolgreich?

Quelle: Axel Heimken (Symbolbild)

Burgwedel. Am Donnerstag treffen sich Verdi und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber zur nächsten Verhandlung - der ersten, nachdem Verdi-Chef Frank Bsirske am Wochenende die ausgehandelte Schlichtung für gescheitert erklärt hatte. „Wir haben die Ablehnung befürchtet“, sagt Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski. In doppelter Hinsicht: Zum einen rechne die Gemeinde schon mit dem jetzigen Schlichterspruch mit 230.000 Euro Mehrbelastung. Zum anderen, sagt Burgwedels Erste Stadträtin Christiane Concilio, belasteten weitere Streiks die Familien und die Kinder erheblich.

Er habe kein Verständnis für das Vorgehen von Verdi, sagt Zychlinski: „Der Schlichterspruch ist mit elf Ja- und einer Neinstimme gefallen.“ Nun drohe die Gewerkschaft mit neuen Streikformen. „Ich bin gespannt, was uns erwartet“, sagt er und betont, die vor der Sommerpause getroffene Notdienstvereinbarung mit Verdi gelte weiterhin: „Wir bieten 150 Notplätze an.“ Notgruppen müssten für Isernhagen neu verhandelt werden, teilt Gemeindesprecherin Svenja Theunert mit. Das sei derzeit noch nicht möglich, weil Zeitpunkt, Dauer und Umfang der möglichen Streiks noch völlig offen seien. Zwei von drei Kitas begännen gerade mit der Ferienschließzeit, sodass die Gemeinde erst einmal abwarte.

Burgwedel setzt nach Aussage Concilios auf nicht streikende Kollegen, die das Betreuungsangebot sichern - für alle Altersgruppen gleichermaßen. „Je kleiner die Kinder, desto größer ist der Betreuungsbedarf“, sagt Zychlinski und rückt deshalb Krippen- und Kita-Kinder in den Mittelpunkt - nicht die Erstklässler, die im September in den Hort gehen.

Alle drei Kommunen kündigen eine frühzeitige Information der Eltern an, die Wedemark will noch in dieser Woche ein Schreiben herausgeben. Veröffentlichen wollen sie die Daten auf den Homepages und - wenn wegen der Schließzeit überhaupt möglich - in den jeweiligen Kitas und Horten.

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Von Redakteur Antje Bismark