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Sportförderung läuft auf Sparflamme

Burgwedel Sportförderung läuft auf Sparflamme

Die Nullzins-Politik trifft auch die Sportvereine in Burgwedel.

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Die Sportstiftung erwirtschaftet zurzeit kein Geld, die Sportvereine müssen sparsamer haushalten.

Quelle: Fotolia

Burgwedel. Burgwedels Sportvereine müssen in diesem Jahr kreativ haushalten, denn die städtische Sportstiftung wirft keine Erlöse mehr ab. Sie fährt – mit Ansage – ihre Förderung ab 2017 bis auf weiteres auf ein Viertel zurück.

Null Zinsen? So hatten Stadtdirektor Hannes Schönhoff und Bürgermeister Karsten Hoppenstedt sich das anno 2004 bei der Einrichtung der Stiftung nicht vorgestellt. Zwei Millionen Euro für den Kapitalstock wurden abgezweigt – und warfen ab 2005 mit rund 52 000 Euro pro Jahr genau den Betrag ab, mit dem die Vereine vorher bezuschusst worden waren. Nach einer Neuanlage des Geldes stieg die Summe sogar auf rund 84 000 Euro.

Dem beginnenden Sinkflug der Zinsen sahen der Sportausschuss und das Kuratorium der Stiftung nicht tatenlos zu. Ab 2013 wurde jeweils ein Viertel der Auszahlungen zurückbehalten. Von diesem Jahr an steht nur noch diese Reserve in Höhe von rund 80 000 Euro zur Verfügung – nach aktuellem Stand soll sie in vier Jahresraten ausgezahlt werden. „Wir hatten noch keine Diskussion darüber im Rat“, sagt Kuratoriumsvorsitzender Rainer Fredermann. 2017 werde man die Zinsentwicklung abwarten. Bleibe es bei null Zinsen komme das Thema bei den Etatberatungen 2018 sicher auf den Tisch.

„Wir haben von vornherein klargestellt, dass es sich um ein Bonbon und nicht um einen Anspruch handelt“, daran erinnerte Hauptamtsleiter Götz Gero Moeller in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses, als SV-Burgwedel-Vorsitzende Ursula Kausch fragte, wie die Stadt mit der Entwicklung umzugehen gedenke. Als Dauerlösung kann sie sich Sportförderung auf einem Niveau von 40 Prozent des Jahres 2005 nicht vorstellen.

Hatte der SV im Zinshoch bis zu 8000 Euro erhalten, waren dies bei der Turnerschaft Großburgwedel sogar rund 13 000 Euro. Wie alle übrigen Sportvereine ist die TSG zusätzlich von einer Halbierung der Zuschüsse der Braukmann-Sportstiftung betroffen. „Auf jeden Fall können wir weniger investieren“, sagt Geschäftsführer Nils Budde und hofft, dass es dem Verein gelingt, zusätzliche Mitglieder und Spenden zu akquirieren. Peter Huss, Vorsitzender des TSV Wettmar, hat nach eigener Aussage „noch keine Ideen, wie wir das kompensieren können“. Der 800 Mitglieder starke Verein bekam bisher zwischen 7000 und 9000 Euro pro Jahr aus der Sportstiftung, Dreiviertel davon fallen jetzt weg. Letztendlich seien die Abteilungen von diesem Einschnitt betroffen. Huss meint nicht, dass die bisher so zuvorkommende Stadt mit Haushaltsmitteln einspringen sollte: „Wir müssen zusehen, wie wir mit der veränderten Situation klarkommen.“

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