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Kita schafft Platz für naturnahen Spielplatz

Großburgwedel Kita schafft Platz für naturnahen Spielplatz

Das Außengelände des Großburgwedeler St.-Petri-Kindergartens ist – oh Schreck – leer. Aber das sollte eher Anlass zur Freude sein: Die Kinder bekommen statt der aus Sicherheitsgründen still gelegten Spielgeräte eine naturnahe Erlebniswelt. Preiswert wird das mit geschätzten 80 000 Euro nicht.

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Paul (4, rechts) und Ole (3) gehen beim großen Abräumen ihres Kita-Geländes in puncto Arbeitssicherheit mit gutem Beispiel0 voran.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Nachdem die bisherigen Spiel­geräte beim Sicherheitscheck durchgefallen und zeitweise nur noch hinter rot-weißen Flatterbändern zu bewundern waren, blieb die Schrecksekunde kurz, aber guter Rat war teuer. Diesen holten die St.-Petri-Verantwortlichen sich auch bei den betroffenen Jungen und Mädchen.

Über die künftige Gestaltung des Spielareals im Freien durfte die Kinderkonferenz mitreden. Na klar: Erzieherinnen, die Architektin des Kirchenkreisamtes und Elternvertreter saßen mittwochs bei den Planungstreffen auch mit am Tisch.

Was die Kinder möglicherweise schon im Spätsommer erwartet, kann man auf einer großen Plakat- und Fotowand im Kita-Foyer bereits bewundern. Geschaukelt, gerutscht und geklettert wird auch in Zukunft, trotzdem wird alles ganz anders aussehen als bisher. Nur das Weidentipi ist stehen geblieben. Sandsteine, eine Kriechröhre, ein Matsch- und ein Lagerfeuerplatz sowie ein überdimensionales „Holzmikado“ aus Baumstämmen sollen sich harmonisch zu einem naturnahen Spielraum fügen, über dem ein Holzhaus auf einem aufgeschütteten Hügel thront, von dem aus es auf einer gewundene Rutsche zurück in die Ebene geht.

Bevor es ans Aufbauen gehen kann, musste das Gelände plan gemacht werden. Ein großer Ausverkauf stand am Anfang: Schaukeln, Klettergerüste und Co. überließ die Kita gegen eine Spende an Interessierte. Für den privaten Garten waren sie allemal noch stabil genug.

Eigenleistung drückt Kosten

Für den Rest aber, insbesondere für die laut Kita-Chefin Christiane Kolter marode Holzhütte, galt bei einer Aufräumaktion am Pfingstwochenende: Alles muss weg! Rund 20 Eltern und Erzieher und viele Kinder packten mit an. Niemand war dabei passender für den Einsatz ausgestattet als Paul (4) und Ole (3): Die beiden trugen Helm, Sicherheitsbrille und Arbeitshandschuhe. Davon konnte sich mancher Papa, der mit der Motorsäge das Holzhaus zerlegte oder mit dem großen Hammer den Kamin in tragbare Stücke zerkloppte, ein Stück abschneiden. Bis der großer Müllcontainer fast überquoll, vergingen Stunden. Aber Kuchen, Getränke und Gegrilltes hielten Groß und Klein bei Kräften.

Die Eigenleistung soll die Kosten drücken. Und die Spenden für die ausgemusterten Spielgeräte werden nicht die letzten bleiben: Der Edelmut-Laden hat 3000 Euro zugesagt, die 350 Euro Erlös vom letzten Flohmarkt kamen ebenfalls in den großen Pott für die Spielplatzumgestaltung.

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Fotostrecke Burgwedel: Kita schafft Platz für naturnahen Spielplatz

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Von Redakteur Martin Lauber