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Auf dem Weg zum digitalen Klassenzimmer

Burgwedel Auf dem Weg zum digitalen Klassenzimmer

Als vor einem Jahr die Arbeit begann, klang es für manch einen doch noch sehr abstrakt – ein Medienentwicklungsplan. „Wir wollen gleiche Qualität an allen Schulen ermöglichen“, erklärte Steffen Plapper von der Stadtverwaltung die Motivation dahinter im Schulausschuss am Dienstagabend. Jetzt wird das Vorhaben konkret.

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Ob an Grund- oder weiterführenden Schulen: Mit dem Medienentwicklungsplan will die Stadt überall gleiche Qualität an IT-Technik garantieren.

Quelle: Walter

Burgwedel. Im vergangenen Jahr ist viel passiert: Mithilfe externer Kräfte ist eine Bestandsanalyse vorgenommen worden. In welchen Schulen gibt es bereits welche Geräte? Wie sieht die Versorgung mit dem Internet aus? Wie werden die Medien in welchem Gebäude eingesetzt? „Wir haben jetzt alle Daten zusammen und einen kompletten Überblick“, bilanzierte Plapper. „Das hilft uns aber noch nicht weiter in der Frage, was wir eigentlich umsetzen wollen.“

Und so folgte ein zweiter Schritt: Gemeinsam mit allen Schulen wurde in einem Workshop geklärt, was die Pädagogen eigentlich wollen – wofür braucht es IT, was soll diese können? Gleichfalls wurden Hersteller und Dienstleister ins Boot geholt, um zu schauen, mit welchen Geräten und welcher Technik sich diese Wünsche umsetzen lassen. „Es gibt viele Möglichkeiten, jetzt müssen wir die für uns passende Lösung finden“, so Plapper.

Die Burgwedeler Lösung sollen allerdings nicht nur IT-Experten finden – sondern die Schulen im Alltag. Daher werde die Stadt noch in den Osterferien drei „digitale Klassenzimmer“ einrichten, die in den vier bis sechs Wochen danach von allen Schulen getestet werden sollen. WLAN-Empfang, eine interaktive Tafel, Beamer, Leinwände, Endgeräte vom Laptop bis zum Tablet, diverse Funktionsweisen, die dem Lehrer unter anderem ermöglichen, per Klick auf die Leinwand zu zaubern, was ein Schüler gerade bearbeitet hat – „es wird eine große Vielfalt geben“, versprach Plapper. Im Gymnasium und in der IGS wird jeweils ein Klassenraum eingerichtet, zudem soll eine Grundschule mit dem Testraum ausgestattet werden. „Welche, das steht noch nicht fest“, erklärte die Erste Stadträtin Christiane Concilio. Denn um alle Schulen am Testlauf beteiligen zu können, müsse vorab geplant werden, welche Klassen wie und wann in den jeweiligen Raum gebracht werden können. „Die Abstimmung läuft.“

Nach dem mehrwöchigen Probelauf steht dann erneut Manöverkritik an: Die Lehrer und Schüler müssen darüber befinden, was sie am besten und komfortabelsten im Raum gefunden haben. „Auf die intuitive Bedienung legen wir einen großen Wert“, so Plapper. Gleichzeitig werden die IT-Experten aus ihrer Sicht Bilanz ziehen, welche Technik, Software und Serverlösung auf lange Sicht die beste ist. „Wir testen produktneutral“, erklärte Plapper. Wichtig sei, dass auch die Betreuung stimme und die Schulen mit der Technik nicht allein gelassen würden. Für die Testphase werden die Lehrer extra vorab an den Geräten geschult.

Im Sommer solle der Medienentwicklungsplan mit Kostenschätzung und Realisierungszeitraum der Politik zum Beschluss vorgelegt werden. „Es soll keine unendliche Geschichte werden“, sagte Plapper. „Wir wollen in die Umsetzung.“ Ziel sei, allen Schülern eine Medienkompetenz zu verschaffen, die sie auch nach der Schule noch gebrauchen können.

Von Carina Bahl

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