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Feuerwehreinsätze werden teurer

Burgwedel Feuerwehreinsätze werden teurer

Wenn es ums Menschenretten und akute Gefahrenlagen geht, hilft die Feuerwehr kostenlos. Aber es gibt auch viele Einsätze, nach denen die Stadt eine Rechnung schickt. Und diese wird künftig deutlich höher ausfallen: Der Rat hat jetzt einstimmig die Gebühren für Feuerwehreinsätze angehoben.

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Feuerwehreinsätze werden in Burgwedel jetzt teurer. Das hat der Rat beschlossen.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Das Wissen darüber, was zu den sogenannten Pflichtaufgaben einer Feuerwehr gehört und was hingegen eine freiwillige Leistung ist, ist bei vielen Bürgern unzureichend: Wenn es brennt, wenn Menschen in Gefahr geraten, wenn Naturkatastrophen walten, dann arbeiten die Einsatzkräfte gebührenfrei. Das Auspumpen eines Kellers, der nach einem Regenschauer vollgelaufen ist, oder aber die Rettung einer Katze, die es angeblich nicht selbst aus dem Baum wieder auf den Boden schafft, zählen nicht dazu. In diesem Fall stellt die Stadt Burgwedel eine Rechnung für die Arbeit ihrer Feuerwehren aus. Eine genaue Auflistung aller Einsatzarten und entstehender Kosten ist per Satzung geregelt

Bisher zahlte der Bürger beispielsweise für einen Feuerwehrmann pro Stunde fast 20 Euro. Würde die Stadt 100 Prozent der ihr  entstehenden Kosten in Rechnung stellen, beliefen sich diese auf mehr als 87 Euro, wie ein Gutachter jetzt für die Stadtverwaltung errechnet hat. Eine Gebührenanhebung war daher nur eine Frage der Zeit. Der Rat hat dieser jetzt auch einhellig zugestimmt. "Allerdings wollen wir die Gebühren nicht derart erhöhen, wie das Gutachten es vorschlägt", betonte Lothar Urban (SPD). Der Feuerschutzausschuss habe intensiv darüber diskutiert - eine Kostendeckung von 70 Prozent sei das Ziel, das sich nun in der neuen Gebührensatzung widerspiegeln solle. "Das ist eine wirklich moderate Erhöhung, die man vertreten kann", bilanzierte Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker den Beschluss, nachdem sich die CDU-Fraktion noch einmal rückversichert hatte, ob die "sanftere Preissteigerung" der Kommune ausreiche. Im Falle des Feuerwehrmann-Einsatzes bedeutet das, dass künftig gut 60 Euro pro Stunde fällig werden.

Zu den freiwilligen Leistungen, die die Stadt abrechnet, gehören derweil auch die Brandsicherheitswachen, die bei größeren Veranstaltungen Pflicht sind. Diese sollen allerdings weiterhin kostenlos bleiben. "Wir wollen nicht, dass da noch zusätzliche Kosten auf Vereine zukommen, wenn sie schon etwas für die Dorfgemeinschaft tun", erklärte Heinrich Neddermeyer (CDU) den Vorstoß. Wer sich sozial, gemeinnützig oder kulturell engagiert und Veranstaltungen plant, bekommt also auch weiterhin die Brandsicherheitswache durch Feuerwehrleute von der Stadt "geschenkt".

Von Carina Bahl

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