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Stadt kauft Schwesternheim für 2,1 Millionen Euro

Burgwedel Stadt kauft Schwesternheim für 2,1 Millionen Euro

Die Stadt Burgwedel hat für 2,1 Millionen Euro das nunmehr ehemalige Schwesternwohnheim gekauft, das direkt ans Rathaus angrenzt. Sie spart durch die Übernahme 70 000 Euro Miete pro Jahr – bei Mieteinnahmen von 120 000 Euro.

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„Fairer Abschluss“: KRH-Geschäftsführerin Barbara Schulte und Bürgermeister Axel Düker vor dem nunmehr früheren Schwesternwohnheim.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Platznot wird Burgwedels Stadtverwaltung auf lange Zeit nicht mehr plagen – das Rathaus wächst um satte 2800 Quadratmeter. Für 2,1 Millionen Euro hat die Kommune den durch ein Treppenhaus mit dem Rathaus verbundenen rechten Gebäudetrakt dem Klinikum Region Hannover (KRH) abgekauft.

Wohnheim ist Auslaufmodell

Derzeit wird dieser im Jahr 2010 energetisch sanierte Flügel, in dem die Stadt schon seit Jahren Büroraum angemietet hat, noch als Schwesternwohnheim und -schule genutzt. Für diese Nutzung muss das KRH ab sofort Miete an die Stadt überweisen. Außer dem Gebäude selbst wechselten 3700 Quadratmeter Außenfläche den Besitzer – darin enthalten ein Parkplatz neben der städtischen Kita an der Kleinburgwedeler Straße.

Was beide Seiten – Bürgermeister Axel Düker wie auch KRH-Geschäftsführerin Barbara Schulte – gestern als „fairen Abschluss“ bezeichneten, ist aus historischer Sicht quasi eine Fortsetzung: Auch das jetzige Rathaus selbst war eine Erwerbung vom damaligen Landkreis Burgdorf. Anno 1973 kaufte die damalige Gemeinde Burgwedel das nicht mehr zeitgemäße Krankenhaus zum Vorzugspreis, um es nach einem Umbau im Jahr 1977 als Rathaus in Betrieb zu nehmen.

Auf Kernaufgabe konzentrieren

Seit 2012 wurde zwischen Stadt und KRH eine übersichtliche Lösung für die Immobilie Schwesternheim gesucht. Einerseits platzte das Rathaus aus allen Nähten, während andererseits die Wohnheimplätze immer weniger nachgefragt wurden. Zudem plant das KRH eine für alle Krankenhausstandorte zentrale Bildungsakademie für Gesundheitsberufe und wird wahrscheinlich binnen Jahresfrist die Schulräume im Souterrain des Schwesternheims nicht mehr brauchen. Schulte: „Der Verkauf erlaubt es, uns ein Stückchen mehr auf unsere Kernaufgabe, die stationäre medizinische Versorgung der 1,2 Millionen Menschen in der Region zu konzentrieren.“

Grünes Licht für den Kauf habe er von der Kommunalpolitik bekommen, „weil der Gebäudekomplex der Verwaltung auf lange Sicht eine große räumliche Planungssicherheit ermöglicht“, sagt Axel Düker. In den oberen Etagen nutzt die Stadt aktuell mehr als 600 Quadratmeter – bislang als Mieter. Für weitere Büros oder Besprechungszimmer müssten jetzt „nur noch Strippen gezogen“ werden. Einige Appartements würden sich für die flexible Notunterbringung, etwa nach einem Wohnungsbrand, eignen. Auch könnten externe Berater – wie der Rentenberater – in die Rathauserweiterung geholt und auch den Fraktionen eigene Räume überlassen werden. Zudem brauche das über mehrere Stellen verteilte Stadtarchiv eine vernünftige Unterbringung. Dabei würden alle Schritte, so Düker, jeweils mit den Ratsgremien abgestimmt.

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