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Stadt gibt Mietzuschuss für den Ikm-Treff

Burgwedel Stadt gibt Mietzuschuss für den Ikm-Treff

Ab sofort beteiligt sich die Stadt an den Mietkosten des von vielen Flüchtlingen frequentierten Treffpunkts des Interkulturellen Miteinanders (Ikm). Darüber hinaus rufen alle Ratsfraktionen – inklusive der AfD – zu Spenden auf für den Treff.

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Michael Kranz (von links), Axel Düker, Bedri Özdemir, Stephan Nikolaus-Bredemeier, Isa Huelsz und Sebastian Müller mit dem Spendenaufruf.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Vor dem Hintergrund einer drohenden Schließung des Ikm-Treffs Ende September hatte der Rat vor vier Monaten die Stadtverwaltung beauftragt, sich Gedanken zu machen über das Wie, das Wo, aber auch über die Finanzierung der künftigen Integrationsarbeit in Burgwedel. In puncto Wo gab es zwischenzeitlich Entwarnung: Weil Inhaber Hans Georg Scharpenberg mit seinen Umbauplänen noch nicht so weit ist, kann der Verein Kunst und Migration e. V. für mindestens ein weiteres Jahr seinen Treff an der Von-Alten-Straße für 600 Euro Warmmiete im Monat behalten.

Vor diesem Hintergrund hat der Verwaltungsausschuss am Dienstagabend beschlossen, die Arbeit in den Räumen der früheren Gaststätte Chapeau Claque mit einem monatlichen Mietzuschuss von 400 Euro – zum Teil – abzusichern. Für den Restbetrag wird die Öffentlichkeit zu (steuerabzugsfähigen) Spenden an den Verein Kunst und Migration aufgerufen. Bereits seit seinem Start vor zwei Jahren ist der Ikm-Treff durch viele kleine Spenden finanziert worden. Möglicherweise überschießende Zuwendungen sollen zweckgebunden Zwecken der Integration dienen – eine Art Budget für Aktivitäten in der Einrichtung.

Den ungewöhnlichen Aufruf haben alle Fraktionschefs, der Bürgermeister und der Ratsvorsitzende am Dienstagabend ganz förmlich unterschrieben. „Wir haben lange hin- und hergetüftelt“, sagte Bürgermeister Axel Düker am Mittwoch. Mit der freiwilligen Leistung in Höhe von 5 000 Euro jährlich werde eine Weiterentwicklung der Integrationsarbeit verbunden. Im Klartext: Außer dem Ikm-Treff sollen auch die weiteren an der Integration beteiligten Akteure in Burgwedel von dem städtischen Zuschuss profitieren.

Auf Vermittlung von SPD-Ratsmitglied Stephan Nikolaus-Bredemeier laufen auch bereits Gespräche zwischen dem Helfernetzwerk Burgwedel, in dem rund 70 Flüchtlingsbetreuer zusammenarbeiten, und dem Ikm-Treff, der auf Offene-Tür-Arbeit und kulturelle Angebote setzt. Auch städtische Sozialarbeiter sollen künftig Angebote im Ikm-Treff machen, so Düker.

Michael Kranz, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Trägervereins des Ikm-Treffs, begrüßt die Entwicklung: „Das ist eine große Anerkennung für die Arbeit, die dort von Ehrenamtlichen geleistet wird“, sagte er am Mittwoch.

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