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Stadt hält an Containern fest

Fuhrberg Stadt hält an Containern fest

Obwohl durch die Schließung innereuropäischer Grenzen zurzeit weniger Geflüchtete in Burgwedel ankommen, hält die Stadt an der Anmietung von Containern am Ortsrand von Fuhrberg fest. Mit dem Arbeiter-Samariter-Bund ist ein Betreiber bereits gefunden.

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Die Fläche für die Containersiedlung wie auch die Zufahrt neben der alten Schnapsbrennerei (im Bild) werden gerade hergerichtet.

Quelle: Imke Koch

Burgwedel. Hinter der früheren Schnapsbrennerei am Ende des Grasbruchweges rollen zurzeit die Planierraupen: Sie verdichten eine aus Mineralgemisch aufgeschüttete Bodenplatte, auf der eine Containersiedlung entstehen soll - Wohnraum für bis zu 270 Erntehelfer des Spargelhofs Heuer sowie für 90 Flüchtlinge.

Die Container werden nach Aussage von Bauherr Jörg Heuer Anfang April geliefert, die ersten Spargelstecher sollen im Mai einziehen. Das geplante Versorgungsgebäude mit Küche, Speiseräumen und Duschen werde aber voraussichtlich erst im Herbst zur Verfügung stehen. Bis dahin werde man sich mit Sanitärcontainern behelfen müssen, bedauert er.

Die Verzögerung hänge mit dem Einstieg der Stadt in das Projekt zusammen. Im Dezember hatte die Kommune entsprechende Verträge mit Heuer geschlossen. Das Bauantragsverfahren musste in Teilen neu anlaufen. Heuer vermutet, dass es 2016 nicht mehr zu einer parallelen Belegung der mobilen Unterkünfte mit Erntearbeitern und Flüchtlingen kommen wird - einerseits reisten die meisten Saisonkräfte schon im Juli wieder nach Hause, andererseits habe sich die Flüchtlingssituation entschärft.

Burgwedels Bürgermeister Axel Düker hält trotzdem an der im Dorf umstrittenen Lösung fest: „Wir brauchen für den Notfall solch einen Ort. Wenn wir ihn nicht belegen müssen, um so besser.“ Vom Arbeiter-Samariter-Bund als Betreiber hat die Stadt sich versichern lassen, dass der Wohlfahrtsverband nur wenige Wochen Vorlauf braucht, um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung sicherstellen zu können.

Im Augenblick leben 539 Flüchtlinge in allen Ortsteilen Burgwedels, 479 in städtischen Unterkünften oder Wohnungen, deren Mietlaufzeit aber teilweise befristet ist. Dass die aktuelle Zuweisungsquote von 144 Personen bis Ende Mai verlängert wurde, gibt der Stadt die Möglichkeit, die nach langem Leerstand reaktivierte Unterkunft am Engenser Kiebitzweg noch leer stehen zu lassen, während gleichzeitig Neubauprojekte in Wettmar, Engensen und Kleinburgwedel kurz vor dem Baustart stehen. Die Baupläne für die Unterkünfte an der Straße Hinter den Höfen und an der Schulze-Delitzsch-Straße in Großburgwedel stehen indes auf dem Prüfstand. Den für rund zehn Flüchtlinge hergerichteten Raum im Freibadgebäude hat die Stadt für den Schwimmverein wieder freigegeben.

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