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Kommt Ersatz fürs Bunte Burgwedel?

Burgwedel Kommt Ersatz fürs Bunte Burgwedel?

Gibt es dieses Frühjahr doch noch einen verkaufsoffenen Sonntag in Großburgwedel unter dem Motto "Burgwedel zieht an"? Dem Vernehmen nach stehen 30 bis 40 Geschäftsinhaber in den Startlöchern. Die Stadt prüft die rechtlichen Voraussetzungen.

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2016 sorgte ein großer Blumenmarkt für Frequenz beim Bunten Burgwedel.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Die Werbegemeinschaft IGK hatte sich wegen der ungeklärten Nachfolge des Vorstands schon frühzeitig ausgeklinkt aus allen Vorbereitungen für eine Neuauflage des „Bunten Burgwedel“ in diesem Jahr. Doch zahlreiche Einzelhändler wollen nicht auf Ersatz fürs Bunte Burgwedel verzichten.

„Es gibt keine bessere Gelegenheit, neue Kunden anzusprechen, die wir sonst nie erreichen würden“, erklärt Alexander Jänisch, der an der Von-Alten-Straße einen Concept-Store betreibt. Er hatte den Anstoß gegeben, es doch noch zu versuchen. „Ich war vor zwei Wochen unterwegs, und es gibt keinen, der nicht mitmachen würde“, sagt Jänisch. 30 bis 40 Geschäftsinhaber hätten signalisiert, dass sie dabei sein wollen, berichtet auch Karlheinz Schridde, der die Initiative als Noch-IGK-Vorsitzender unterstützt.

Ein Termin und ein neues Motto sind bereits gefunden. „Burgwedel zieht an“ – das spielt mit Assoziationen: mit der anziehenden Einkaufsstadt Großburgwedel ebenso wie mit den zahlreichen Modeläden, deren Geschäft das Anziehen ist. Für den 21. Mai spricht, dass sich ein Verkaufsoffener Sonntag an diesem Tag sowohl an „Kunst in Bewegung“ andocken ließe wie ans Großburgewedeler Schützenfest. Am Nachmittag führt der Umzug mitten durch die Innenstadt.

Nur zwei Termine in Großburgwedel

Jetzt geht es darum, die rechtlichen Hürden des Ladenschlussgesetzes und der jüngsten Rechtssprechung zu umschiffen. Weil das Gesetz maximal vier Termine im Jahr zulässt, der Großburgwedel Handel aber traditionell außer im Frühjahr nur noch zum IGK-Stadtfest im September die Türen sonntags öffnet, gibt es mit dieser Vorschrift keine Probleme.

Sehr aufmerksam wacht indes die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi darüber, dass es einen „besonderen Anlass“ gibt, der den Zustrom von Besuchern auslöst – der verkaufsoffene Sonntag darf nur das Anhängsel sein. Vergangenes Jahr hatte die IGK deshalb einen großen Blumenmarkt über die Innenstadt verteilt, und Kunst in Bewegung hatte sich mit einer Preview-Aktion für das eigentliche KiB-Wochenende drei Wochen später beteiligt.

Verwaltung prüft das Konzept

Diesmal wollen am 21. Mai bei Kunst in Bewegung 39 Künstler und sechs Kinder in 18 offenen Ateliers im ganzen Stadtgebiet von Großburgwedel ihre Arbeiten ausstellen. Und möglichst auch in den meisten Schaufenstern sollen Bilder von KiB-Teilnehmern hängen. Zusammen mit dem Schützenfest, so meint Schridde, enfalte dies doch Anziehungskraft genug für ein grünes Licht für den verkaufsoffenen Sonntag.

Zuständig für die Genehmigung ist die Burgwedeler Stadtverwaltung. Nach neuer Rechtslage ist zwar keine Rechtsverordnung mehr erforderlich. Aber die rechtlichen Voraussetzungen muss Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker angesichts diverser Klagen von Verdi im Raum Hannover eingehend prüfen. Noch liege ihr aber kein genaues Konzept vor, was an Rahmenprogramm geplant ist und was die teilnehmenden Händler vor den Läden vorhaben, sagte sie am Freitag.

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