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Fuhrberg drückt aufs Tempo

Burgwedel Fuhrberg drückt aufs Tempo

Weil Fuhrbergs überlastete Kläranlage seit Jahren die Dorfentwicklung blockiert, drückt der Ortsrat jetzt aufs Tempo: Die Stadt soll den Bau einer Druckrohrleitung zur Zentralkläranlage vorantreiben – unabhängig davon, wie das Millionenprojekt finanziert wird.

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Auf 120 Meter wird der Gehweg an der Celler Straße aufgegraben, um den Hauptsammler auszutauschen. Die Bäume werden gefällt.

Quelle: Martin Lauber

Fuhrberg. Vor dem Hintergrund anstehender Millionen-Investitionen in die Kanalnetze hatte Jürgen Schodder (CDU) beantragt, alternative Finanzierungs- und Betreibermodelle zu prüfen. Abgearbeitet hat die Verwaltung den Auftrag noch lange nicht. Sollte die Abwasserreinigung tatsächlich eines Tages fremd vergeben werden, müsste diese Vergabe zudem europaweit ausgeschrieben werden.

Für Fuhrbergs Ortspolitiker sind solche zeitliche Dimensionen eine Horrorvorstellung. Denn die Ausweisung neuer Baugebiete und die Ansiedlung zusätzlicher Betriebe liegen auf Eis, weil die örtliche Kläranlage weder qualitativ noch quantitativ für mehr Abwasser gerüstet ist. Die jüngste Erweiterung der Kläranlage in Großburgwedel war bereits auf die zusätzlichen Abwässer aus Fuhrberg ausgelegt worden. Auch die wasserrechtliche Genehmigung für die zentrale Klärung liegt vor. Doch noch ist die circa 6,7 Kilometer lange Transportleitung nicht mehr als eine gedachte Trassenlinie.

Das Dorfparlament wünscht sich deshalb mehr Tempo. Sollte der in der jüngsten Sitzung vom Ortsrat gefasste Antrag, die Finanzierungsfrage vom Bau abzukoppeln, auch im Planungs- und Tiefbauausschuss am 30. September eine Mehrheit finden, 
könnte Bauamtsleiter Oliver Götze den Planungsauftrag für die Druckrohrleitung vergeben. Für diesen Fall hält er einen Baubeginn im nächsten Jahr für möglich. Die ebenfalls fällige Sanierung des innerörtlichen Kanalnetzes macht indes Fortschritte. Einen großen Teil der festgestellten Defekte an den Rohren hatte 2015 ein Northeimer Unternehmen für 370 000 Euro im Inliner-Verfahren repariert. Für den Ersatz des maroden Hauptsammlers an der Celler Straße zwischen Hotel Klütz und Einmündung der Hannoverschen Straße muss aber der Gehsteig aufgegraben werden. Auch würden beide oder gar alle drei Bäume in diesem Bereich gefällt werden müssen, erklärt Götze. Vorgesehen ist. Vorgesehen sind diese Arbeiten für diesen Herbst.

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