Auf eine geplante Ehrung für im Krieg umgekommene SS-Angehörige solle die Stadt verzichten. Die internationale Organisation, die sich hauptsächlich mit dem Holocaust auseinandersetzt, hat ihren Hauptsitz in Los Angeles.
Wie berichtet, sollen am „Tor der Erinnerung“ auf Glastafeln alphabetisch und ohne Ansehen von Dienstrang oder Truppenzugehörigkeit 142 Namen von Soldaten aufgeführt werden, die selbst oder deren Angehörige Bürger von Großburgwedel waren oder sind. Darunter sind auch sechs Angehörige der Waffen-SS. Ein einheitlich gestaltetes „Haus der Erinnerung“ soll das Andenken an 28 in Großburgwedel umgekommene Säuglinge polnischer Zwangsarbeiterinnen wachhalten. „Eine solche Ehrung verunglimpft NS-Opfer“, so wird der Direktor des Wiesenthal Centers, Efraim Zuroff, in einer Pressemitteilung vom Montag zitiert. Mutmaßliche Täter und Opfer würden vermischt. Es sei kein Wunder, dass die jüdischen Gemeinden „ihre ermordeten Angehörigen nicht mit SS-Männern auf einem Mahnmal haben möchten“. Zuroff weiter: „Die Waffen-SS ist eine verbrecherische Organisation.“ Angehörige hätten Konzentrationslager bewacht und Massenerschießungen durchgeführt.“
von Martin Lauber
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Kommentare
@ AS Lehrer – 04.11.09
Schonmal Geschichtsunterricht gehabt??? Die SS war kein Wehrmachtsverband, sie war eine politische Abteilung, die auch nicht der Wehrmacht unterstand. Die Soldaten, die in der SS waren wurden als "politische" Soldaten bezeichnet. Früher musste man teilweise in extra National politische Schulen gehen um zur Waffen SS zu kommen. Niemand wurde gezwungen dort teil zu sein, im gegenteil viele empfanden dies als auszeichnung. Wer hier die SS mit der Katolischen Kirche vergleicht hat einfach gar nichts begriffen...Nun ist es passiert! Lindener Butjer sein Freund – 03.11.09
Nun macht das Vorgehen der Stadt Burgwedel international Furore. Wie es scheint, sind wohl doch einige der zu Ehrenden nicht so unbescholten wie behauptet. Wie kommt es sonst, dass das Wiesenthal - Center und andere kompetente Organisationen Presseerklärungen heraus geben?Aber es ist typisch deutsch: Erst einmal auf Hexenjagd gegen vermeintlich Linksextreme zu gehen, wie z.B. Herr Tacke, anstatt sich mit der berechtigten Kritik daran auseinander zu setzen. Ich hoffe inständig, dass die Verantwortlichen am Ende von einer Ehrung von Mitgliedern nationalsozialistischer Terrororganisationen absehen werden und ich danke Herrn Lindener Butjer, dass er dazu beigetragen hat diesen Skandal aufzudecken. Aber wie halt so ist, wer die nicht aufgearbeitete Geschichte dieses Landes aufarbeiten will ist eben ein Nestbeschmutzer...
Zur Erinnerung, ein Zitat von Lindener Butjer: "Es geht nicht darum ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus zu verhindern! Im GEGENTEIL! Es geht aus einer fortschrittlichen Perspektive darum deutsche Geschichte kritisch zu reflektieren und aufzuarbeiten! Es muss darum gehen Politiker wie Herrn Hoppenstedt (Bürgermeister von Burgwedel) durch öffentlichen Druck dazu zu zwingen sich mit ihren Halbwahrheiten auseinander zu setzen!"
Im übrigen Herr Tacke zeugt ihr Beitrag wirklich nicht von geistiger Reife! Rufen sie zur Lynchjustiz auf?
brrtz AS – 03.11.09
in der kirche kannst du (sie) austreten in einer truppe der wehermacht wurde mandamals versetzt.
Holocaust-Industrie Gerhard – 03.11.09
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Die SS mit der Katholischen Kirche vergleichen...Besonders schlau bist du nicht oder?
Übertrieben.... Klaus – 03.11.09
Und Angehörige der katholischen Kirche haben sog. "Hexen" verbrannt. Sind nun alle Katholiken Mitglieder einer verbrecherischen Organisation?In erster Linie sollen hier die Opfer eines Krieges geehrt und deren Angehörige gewürdigt werden. Lasst mal die Kirche etwas im Dorfe!