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Stadt will fettarme Kanalisation

Burgwedel Stadt will fettarme Kanalisation

Es führt zu Verstopfungen und üblen Gerüchen, bildet aggressive Säuren, ist Nährboden für Krankheitserreger: Deshalb gehört Fett nicht in die öffentliche Kanalisation. In Burgwedel will die Stadtverwaltung künftig bei Restaurants, Großküchen und ähnlichen Betrieben genauer hinschauen. Vorbild ist dabei die Stadt Langenhagen.

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Klärmeister Karsten Krenn bei der Sichtkontrolle des neuen unterirdischen Fettabscheiders am Restaurant am Springhorstsee.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Eine DIN-Norm regelt Einbau, Größe und Wartung von Fettabscheidern en détail. Aber in Burgwedel bedarf es bislang - wie in vielen anderen Kommunen auch - eines Störfalls, damit auch wirklich nachgeschaut wird, ob diese Trenneinrichtungen sauber arbeiten. An die 40 gibt es im Stadtgebiet. Aber sowohl ein genaueres Kataster wie auch eine Art Kontrollwesen „müssen wir erst aufbauen“, sagt Bauamtsleiter Oliver Götze. Zudem würden auch Änderungen an der Entwässerungssatzung nötig werden.

Vorbild ist Langenhagens Eigenbetrieb Stadtentwässerung, der unangemeldet Kontrolleure losschickt, die die Fettabscheider zum Beispiel von Restaurants, Kantinen und Fleischereien stichprobenartig unter die Lupe nehmen und prüfen, ob sie ordnungsgemäß geleert sind und einwandfrei funktionieren. Durch Bestimmungen der zuletzt 2014 geänderten Entwässerungssatzung ist in Langenhagen die Beweislast auf Seiten der circa 160 Betreiber: Sie müssen in vorgeschriebenen Intervallen Betriebstagebücher und Entsorgungsnachweise ihrer Fettabscheider vorlegen. So habe sich manches verbessert, sagt Jürgen Bückmann vom Bereich Kanalbau.

Fett, das sich an den Kanalwänden anlagert oder bis zu 50 Zentimeter dicke Fettkanten in den Pumpwerken bildet, mache in Burgwedel hin und wieder Probleme. Karsten Krenn, Betriebsleiter der Zentralkläranlage, hat deshalb einen Fachkundenachweis erworben, der ihn auch nach außen als Ansprechpartner und Berater für alle Fragen rund um das Thema qualifiziert. Krenn ist unter Telefon (05139) 89-66-01 erreichbar. Sein Chef, Oliver Götze, verspricht einen kooperativen Umgang mit den betroffenen Betrieben. „Wir wollen keinen Zwang, sondern Einvernehmen.“

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