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Stadtchronik für die Nachwelt?

Burgwedel Stadtchronik für die Nachwelt?

Wer die angekündigte Stadtchronik über Burgwedels jüngere Geschichte unter den Christbaum legen wollte, muss sich ein anderes Geschenk ausdenken: Trotz Ultimaten und Konventionalstrafen ist sie erneut nicht fertig geworden.

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Zwei Autoren hat die Stadt Burgwedel im Jahr 2008 mit dem Geschichtswerk beauftragt - aber es ist noch immer nicht fertig.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft sollte das Geschichtswerk, das Burgwedels Weg von der Gebietsreform zur Verleihung der Stadtrechte anno 2003 abdeckt, druckfrisch in die Läden kommen. Sollte! In der Wirklichkeit hätte Hauptamtsleiter Götz-Gero Moeller diese Woche gern auf die x-te Neuauflage seiner alljährlichen Hiobsbotschaft verzichtet. Im Verwaltungsausschuss musste er mitteilen, dass von einem der beiden anno 2008 beauftragten Autoren weiterhin nur ein „Bruchteil“ des vertraglich vereinbarten Materials auf seinem Schreibtisch liege.

Den kommunalpolitischen Part der Chronik hat Historiker Christian Heppner, Autor des 1999 erschienenen Bandes „Burgwedel - Die Geschichte der sieben Dörfer“, vor fast sechs Jahren abgeliefert: das nach seinen Worten hochspannende Filtrat aus Ratsprotokollen, wie Burgwedel Stadt geworden ist.

Wirtschaft, Kultur, Vereine, Soziales, die Bebilderung und der ganze Rest, den die Politik nicht abdeckt, sind Sache von Ko-Autor Martin Stöber, der laut Moeller weiterhin „sehr, sehr schleppend“ liefert. Dabei hatte Stöber, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Niedersächsischen Instituts für Regionalforschung, selbst gegenüber dieser Zeitung Anfang Februar erklärt: „Ich habe mir vorgenommen: Im Sommer soll das Buch rauskommen.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte er wegen verletzter Fristen bereits freiwillig auf Teile seines Honorars verzichtet. Zwischenzeitlich ist auch noch eine Konventionalstrafe fällig geworden.

Damit es nicht eine Chronik für die Nachwelt wird, soll dem Historiker dem Vernehmen nach unter Androhung einer weiteren Konventionalstrafe eine Abgabefrist bis Ende Januar gesetzt werden. Beim Chronik-Projekt jetzt noch die Pferde zu wechseln, davon verspricht Moeller sich keinen Zeitgewinn. Ein neues Erscheinungsdatum nennen möchte er aber auch nicht.

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