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Rote Autos, Retter - und viel Schaum

Burgwedel Rote Autos, Retter - und viel Schaum

Blaulicht, Sirenen, ein brennender Lastwagen - und das alles im sonst ruhigen Kleinburgwedel. Was ist da bloß passiert? Nichts - die Stadtfeuerwehr wollte am Sonnabend nur einmal zeigen, was sie alles kann. Und das ist jede Menge.

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Der neue und der alte Stadtbrandmeister: Ingo Motl (links) und Friedhelm Leisenberg haben vor der Übergabe viel zu bereden.

Quelle: Carina Bahl

Kleinburgwedel. Man hätte meinen können, sie wären Zwillinge: Friedhelm Leisenberg und Ingo Motl - der scheidende und der nachfolgende Stadtbrandmeister - gab es am Sonnabend nur im Doppelpack zu sehen. „Bei so einer Übergabe gibt es eben viel zu besprechen“, verriet Leisenberg, der am 31. Juli „Punkt 0 Uhr“, wie er betonte, insgesamt 98 Jugendliche, 346 aktive Feuerwehrleute, 20 Einsatzfahrzeuge und Hunderte passive Mitglieder sowie Alterskameraden in die Verantwortung von Motl übergeben wird.

Und so war das stolze Lächeln, das Leisenberg den ganzen Nachmittag über angesichts der tollen Vorführungen „seiner“ Feuerwehren nicht aus dem Gesicht bekam, auch mehr als begründet: Die Jugendlichen traten hoch motiviert zum Stadtwettkampf an, rollten C-Schläuche, brüllten Einsatzbefehle, banden die kompliziertesten Knoten und bedienten Tragkraftspritze und Verteiler wie die „Großen“. Diese wiederum sorgten für Aufsehen mit ihren Rettungsübungen: Ein Lastwagen im Garten vor dem Haus der Kirche wäre schon ungewöhnlich genug gewesen - die Flut an Löschschaum, die die Einsatzkräfte aus Fuhrberg und Kleinburgwedel jedoch dort verteilten, ließ dann auch die letzten Kinderaugen leuchten und die erwachsenen Besucher respektvoll nicken.

„An so einem Tag können wir zeigen, dass unsere Wehren miteinander funktionieren, dass die Zahnräder ineinandergreifen und unser Konzept aufgeht“, betonte Leisenberg die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte in Burgwedel. Dass Feuerwehren ein lebendiger Teil der Dorfgemeinschaft sind und noch viel mehr können als „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“, das zeigte der Kleinburgwedeler Feuerwehrmusikzug, der die Pausen zwischen den Übungen und Wettkämpfen mit schwungvollen Melodien füllte.

Um Nachwuchs in der Jugend oder der Einsatzabteilung macht sich keiner Sorgen: „Wer aufs Dorf zieht, tritt auch in die Feuerwehr ein“, zitierte Leisenberg ein ungeschriebenes Gesetz auf dem Land. Und wer diese Regel einst missachtet hatte, konnte am Sonnabend mit einer spontanen Anmeldung alles wieder gut machen.

von Carina Bahl

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