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Die Stadt von ihren zwölf schönsten Seiten

Burgwedel Die Stadt von ihren zwölf schönsten Seiten

Es gibt Menschen, die gehören irgendwie fest ins Stadtbild. Einer davon ist in Burgwedel sicherlich der 63-jährige Stephan Vietmeyer. Jahrzehntelang führte er den Luvi-Markt an der Von-Alten-Straße, dem heute noch viele hinterhertrauern. Jetzt hat der Burgwedeler seine Heimatliebe in einen Kalender gebannt.

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Aus Burgwedel für Burgwedel: Stephan Vietmeyer hat einen Kalender mit Stadtbildern entworfen.

Quelle: Carina Bahl

Burgwedel. In sozialen Netzwerken ist der Luvi-Markt gern das erste, was genannt wird, wenn die ewige Frage im Raum steht, was der Innenstadt denn eigentlich fehlt. Aber was macht Stephan Vietmeyer eigentlich, seit er Anfang 2014 neue Wege einschlug? „Ich arbeite am Zaun“, scherzt Vietmeyer über seinen Hausmeisterjob in der Kita St. Petri. Der Kontakt zu den Burgwedelern bestehe so täglich – und wortreich.

Aber nicht nur das: Ganz nebenbei hat sich der Großburgwedeler auch noch eine Vollzeitstelle bei einem Sicherheitsdienst geschnappt – erst in einer Flüchtlingsunterkunft auf dem Messegelände, jetzt in einem Autohaus. „Ich arbeite einfach zu gern, um es sein zu lassen“, überlegt er angesichts des drohenden Rentenalters. „Da bin ich wohl ein gutes Beispiel dafür, dass man auf dem Arbeitsmarkt nicht den Kopf in den Sand stecken muss, nur weil man über 
50 Jahre alt ist.“

Eigentlich – und das nennt er selbst ein wenig verrückt – „würde ich gern ein halbes Jahr im Ausland leben.“ Ägypten, Südamerika – das Fernweh ist groß. Aber was noch viel größer ist, so scheint es, ist die Liebe zu Burgwedel. „Das hier ist meine Heimat. Die Menschen sind toll, das Umfeld wirklich lebens- und liebenswert.“ Und so beschloss Vietmeyer auf vielfachen Wunsch zum zweiten Mal diese Heimatliebe auf Papier zu bannen. „Meine Passion ist die Fotografie“, erzählt er beim Durchblättern seines druckfrischen Kalenders für 2017. Schnee in der Von-Alten-Straße? „Den gab es wirklich, da hat mich nichts daheim gehalten.“ Und so schaffte es das Winterwunderland aus Großburgwedel aufs Dezemberblatt.

Aber auch die Treckerfreunde aus Thönse, das Drachenbootrennen am Springhorstsee, Wettmars ganzer Stolz, die Bockwindmühle, das Nachtschwimmen im Freibad und die wunderschönen Gärten hinter St. Petri hat Vietmeyer ins rechte Licht gerückt. „Es soll einfach etwas Nettes für Burgwedel sein“, sagt der 63-Jährige – und versichert, dass nirgends Regen zu Sonne retouchiert worden sei. Für 15,99 Euro können die Burgwedeler ihren Stadtkalender jetzt in der Buchhandlung Böhnert kaufen.

Und wenn auch nicht mit Luvi, so bleibt Vietmeyer doch mit dem Kalender im Stadtbild vertreten – ach ja: und auch in ganz Deutschland im Fernsehen als Werbefigur für Großburgwedels Hörakustiker-Riesen. „Den Spaß wollte ich mitmachen“, erinnert sich Vietmeyer an den Dreh in Hamburg.

Von Carina Bahl

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