Burgwedel. Stolzenberg war es, der 2006 in Engensen ein privates Funknetz aufgebaut und es später der in Hänigsen ansässigen Firma FNOH übertragen hatte, die es mit zurzeit 40 Teilnehmern betreibt. Das Signal, das Stolzenberg mit dem Abschalten des Internets für Schützen- und TSV-Heim setzen wollte, ist angekommen. „Das war ein Wachrütteln“, sagt TSV-Chef Holger Laue und zeigt Verständnis: „FNOH hat eine Chance verdient.“ Stein räumt ein: „Da muss ich dem Jörg wohl recht geben.“
Was ist geschehen? Stein und Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt waren vergangene Woche gemeinsam vor die Presse getreten, um zu verkünden, dass der Internetanbieter htp nunmehr doch bereit sei, Engensen mit dem schnellen Internet VDSL zu versorgen, falls 160 Einwohner Interesse bekunden. Ein öffentlicher Infotermin für htp werde vorbereitet.
Doch was ist mit Mitbewerber FNOH, der nach Aussage von Geschäftsführer Marc Blechschmidt ebenfalls in der Lage wäre, Internet jenseits von 16.000 Mbit/Sekunde zu liefern? Obwohl er Stein mehrfach persönlich darauf hingewiesen habe, so Stolzenberg, werde FNOH nun schon wieder ignoriert - wie 2009, als die Stadt einseitig der Telekom für den VDSL-Ausbau einen Investitionszuschuss in Aussicht stellte.
Hoppenstedt kontert: Wären damals alle Engenser zufrieden gewesen mit den örtlichen Internetoptionen, die Stadt hätte damals nicht tätig werden müssen. Das FNOH-Angebot sei offensichtlich von der Menge der Bevölkerung nicht angenommen worden. An die Telekom habe die Stadt keinen Cent gezahlt, weil sie bis heute die Klagen über zu niedrige Bandbreiten nicht abgestellt habe. Einen Eingriff in den Wettbewerb erkennt er in dem Infotermin für htp nicht. Stein will indes über etwas Vergleichbares für FNOH mit allen Ortspolitikern reden.
HAZ.de Anmeldung