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Streit in der Spielhalle endet im Gefängnis

Burgwedel Streit in der Spielhalle endet im Gefängnis

Ein 41-Jähriger muss für zehn Monate ins Gefängnis - wegen Bedrohung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung. Was genau sich in der Spielhalle zugetragen hatte, darüber gab es vorm Amtsgericht Burgwedel unterschiedliche Varianten.

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Burgwedel. In seiner Urteilsbegründung machte Amtsrichter Michael Siebrecht deutlich: Er habe keine Zweifel daran, dass sich das Geschehen tatsächlich so zugetragen hatte, wie es die Spielhallenaufsicht im Zeugenstand ausgesagt hat. Kein anderer der insgesamt vier Zeugen an den beiden Verhandlungstagen habe ihrer Schilderung im Kern widersprochen.

Unstrittig blieb, dass sich der 41-jährige Gast und die 26 Jahre alte Mitarbeiterin der Isernhagener Spielothek an jenem Herbstabend 2014 verbal in die Haare gerieten - wohl wegen eines kalten Kaffees. Dabei sollen laut der Erklärung, die der Strafverteidiger für den Angeklagten abgab, auch durchaus Beleidigungen gefallen sein. Auf keinen Fall aber habe sein Mandant die Aufsicht bedroht, und vom anderen schweren Tatvorwurf, einem angeblichen Wurf mit einem massiven Münzbehälter in Richtung Kopf der 26-Jährigen, war in der Erklärung des Anwalts erst gar keine Rede.

Die Frau dagegen berichtete von massiven Todesdrohungen des 41-Jährigen. Sie habe sich ducken müssen, um dem Wurfgeschoss auszuweichen. Die Aussagen der weiteren Zeugen - ein Polizist, ein Bekannter des Angeklagten und der Freund der jungen Frau - trugen wenig zur Aufklärung bei. Erfolglos versuchte der Verteidiger, Ungereimtheiten in der Aussage der Spielhallenaufsicht aufzudecken. Dass der Angeklagte keine Bewährungsstrafe erhielt, sondern für zehn Monate ins Gefängnis muss, war seiner Vorbelastung geschuldet: In den Akten fanden sich mehrere Verurteilungen, aktuell steht er gleich zweifach einschlägig unter Bewährung. „Eine Geldstrafe wäre völlig deplatziert“, meinte der Richter und verhängte die Haftstrafe ohne Bewährung.

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