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TTK feiert 50-jähriges Bestehen

Großburgwedel TTK feiert 50-jähriges Bestehen

Seit einem halben Jahrhundert wird in Großburgwedel Tischtennis gespielt - erst als Sparte des FC Burgwedel, dann als TTFC Burgwedel, und seit 2002 unter dem Namen TTK Großburgwedel als reiner Tischtennisverein.

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Clubchef Volker Sbresny (rechts) ist seit 50 Jahren beim TTK aktiv, Vereinssprecher Michael Junker seit 30 Jahren.

Quelle: Jens Niggemeyer

Burgwedel. Grund genug für die 110 Mitglieder, mit Familien und Freunden ein paar Tage richtig zu feiern: mit Showturnier und spektakulären Ballwechseln, Jubiläumsparty, Frühschoppen und allem, was dazugehört.

„Los ging es mit vier Mann und ersten Trainingsstunden auf dem Holzboden im Saal des Gasthauses Rust, der heutigen Post“, erinnert sich Clubchef Volker Sbresny, der seit dem ersten Tag vor 50 Jahren aktiv mit dabei ist. „Inzwischen haben wir 14 Teams im Wettkampfbetrieb und spielen in einer supermodernen Halle, vielleicht der schönsten in der Region.“ Der Zusammenhalt im Verein sei einzigartig, schwärmt Sbresny. Komplette Familien spielten im TTK. Zum einen, weil es ein attraktiver Sport ist, wie Vereinssprecher Michael Junker betont: „Tischtennis - das ist der Kampf Mann gegen Mann, das heißt aber auch faszinierendes Tempo und tolle Reaktionen.“ Aber es gebe noch einen Pluspunkt: „Du kannst diesen Sport in wirklich jedem Alter ausüben.“ So gehen in Großburgwedel schon mal 70-Jährige an der Seite von Teenagern auf Punktejagd. „Und wir machen auch außerhalb des Sportes viel zusammen“, sagt Sbresny.

„Unser Bekanntheitsgrad ist inzwischen groß ­- größer, als man allgemein vermutet“, sagt Junker. Großen Anteil hatte daran nicht zuletzt Vereinsgründer Hans-Joerg Prothmann. „Er hat für die Zeitung geschrieben und sehr viel Tischtennis im Blatt untergebracht“, sagt Sbresny schmunzelnd.

Junker, der selbst seit 30 Jahren im Klub ist, gilt laut Sbresny als „Macher und Motor“ der ersten Damen-Mannschaft, des Aushängeschilds des Vereins. Dieses Team spielt aktuell in der 3. Bundesliga, war früher sogar in der 1. Liga zu Hause. „Was uns allerdings in eine finanzielle Misere brachte, an der mancher Verein zerbrochen wäre. Wir haben die Situation zusammen gemeistert und sind daran gewachsen“, sagt Junker.

Heute habe der Klub eine völlig solide Basis. „Und wir haben keine Nachwuchssorgen“, freut sich Sbresny über die aktuell fünf Jugendteams. „Uns rennen sie die Bude ein.“ Einer der Gründe stand just beim Showturnier an der Platte: Dijana Holoková. Die sympathische zweimalige serbische Jugendmeisterin ist nicht nur die Nummer Eins bei den TTK-Damen, sondern trainiert auch gemeinsam mit Teamkollegin Jessika Xu sowie mit Kadrina Junker, Marcel Krämer und Klaus Geske den Nachwuchs. „Das sind tolle Spielerinnen und Spieler und super Trainer, die mit Spaß, Humor und Leidenschaft an die Sache herangehen.“ Das spüren und mögen die Kinder.

Mit dem 14-jährigen Jannik Xu, dem zweifachen deutschen Schülermeister und Vizeeuropameister, der für den Regionalligisten SV Bolzum startet und ebenfalls beim Jubiläumsturnier mitmischte, stammt das derzeit größte deutsche Nachwuchstalent aus Großburgwedel. „Er wohnt hier, schaut auch schon mal am Wochenende zu oder trainiert mit seiner Mutter in unserer Halle“, sagt Sbresny. Mama Li Ming Xu war einst chinesische Nationalspielerin und die Nummer Eins des TTK. „Es liegt also in den Genen“, unkt Sbresny, schließlich zählt Janniks ebenfalls hoch talentierte Schwester Jessika ebenfalls zum Damen-Team, und auch der Papa jagt dem Zelluloidball nach. Wie gesagt, es geht familiär zu beim TTK.

Jens Niggemeyer

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