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Denkmäler werden zum Ausflugsziel

Burgwedel Denkmäler werden zum Ausflugsziel

Wegen der Kommunalwahl waren am Sonntag ohnehin viele Burgwedeler auf den Beinen – und bei strahlendem Sonnenschein nutzten viele den „Tag des offenen Denkmals“, um nach dem Besuch im Wahllokal die Bockwindmühle in Wettmar oder die St.-Petri-Kirche in Großburgwedel anzusteuern.

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Impressionen vom Tag des offenen Denkmals an der Wettmarer Bockwindmühle.

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel/Wettmar. In der Stadtmitte traf am Nachmittag Kunst auf Kirche. Mit Carmen Semrau, Elke Junge, Heindrun Schlieker und Kurt Bendels hatten vier Künstler ihre Staffeleien in und um die Kirche aufgebaut – und ließen sich von den Besuchern gern über die Schulter schauen.

Früher sei man doch auch zum Malen in die Natur gegangen, erinnerte sich Bendels. „Heute macht das kaum noch jemand.“ Auch der Isernhagener arbeitet normalerweise nach Fotovorlage im Atelier, genoss am Sonntag aber das Malen an der frischen Luft. Einige Meter weiter ließ sich bei Carmen Semrau Historisches sehen: Die St.-Petri-Kirche vor Augen, nutzte sie dennoch ein altes Foto der Kirche aus dem Jahr 1955 als Vorlage. Lediglich im Notenblatt eines Kirchenliedes spiegelte sich die Nähe zu St. Petri in der Collage von Elke Junge wider, während Heidrun Schlieker ihren Platz dicht am Altarraum gewählt hatte. Die Marien-Figur hatte es ihr angetan – und fand sich bald Pinselstrich für Pinselstrich auf der Leinwand wieder.

In Wettmar gab es am Sonntag weitaus mehr zu sehen als nur die Mühle – der Heimatverein hatte sich die Mühe gemacht, die Geschichte der Bockwindmühlen-Umsetzung fotografisch darzustellen. „Das war ein großes Gemeinschaftswerk damals“, erinnerte sich der stellvertretende Vorsitzende Felix Bartels mit Blick auf die Fotos nur zu gern. Und immerhin passe das auch sehr gut zum Motto des Aktionstages „Gemeinsam Denkmäler erhalten“.

Im Wind drehte sich die Mühle  allerdings nicht – sie erfreute sich nämlich nicht nur bei den Menschen großer Beliebtheit: „Wir haben ein Hornissennest im Fürst“, erklärte Bartels. Zu hoch sei das Risiko gewesen, dass die Insekten sich bei Bewegung der Mühle aufgeregt hätten. Zur Schau stellten sich die Müller aber dennoch gern: „In Wettmar gehört die Mühle fest ins Dorfbild“, weiß Bartels. Als kleine Touristenaktion ist sie inzwischen aber auch weit über Wettmars Grenzen hinaus bekannt. „Wir haben viele Fördergelder erhalten, da ist es auch eine Pflicht, sich zu präsentieren.“ Aber bei so viel berechtigtem Stolz auf das eigene Werk liegen Pflicht und Freude eng beieinander.

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Von Frank Walter und Carina Bahl

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