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Tagescafé zieht in Räume der ehemaligen Schateke

Grossburgwedel Tagescafé zieht in Räume der ehemaligen Schateke

Am Amtshof schließen neue Geschäfte die Lücke zwischen Klint, altem Markt und den Läden an der Dr.-Albert-David-Straße. Nach einer Modeboutique und einem Friseur öffnet bald ein Tagescafé in der einstigen Brauerei. Dafür wird zurzeit die ehemalige Gaststätte Schateke umgebaut.

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„Na, ist das ein Blick?“: Antje Bannasch im künftigen Café-Garten neben dem Amtsgerichtsgelände.

Quelle: Martin Lauber

Grossburgwedel. Zu dem einstigen Brauerei-Anwesen auf dem Amtshof, das ihre Großeltern vor 80 Jahren erworben hatten, hat Vermieterin Antje Bannasch nach eigener Aussage eine „emotionale Bindung“. Sie sehe es als Herausforderung an, zu beweisen, dass auch hier etwas geht und dass der „attraktive Standort“ zwischen Amtsgericht und VHS/Amtshof „definitiv zum Zentrum dazugehört“. Dafür investiert Antje Bannasch gerade ins Gebäude - und dabei verfolgt sie ein Konzept, das langsam aufzugehen scheint. „1a-Lage“, sagt sie selbstbewusst, „kann doch jeder.“

Nach jahrelangen Fluktuationen ist eine ganz neue Mischung entstanden. Vor 15 Monaten war ein Tagespflegedienst für 36 Senioren nach umfangreichen Umbauten ins zuvor leer stehende Fitnessstudio eingezogen. Nebenan bezog vor einem halben Jahr Marco Schnabel mit seinem Team einen stylishen Friseursalon - seine Kundschaft brachte er aus der Fußgängerzone mit. Die Parkplatzsituation sei am Amtshof entspannter, die Miete niedriger, zudem baue die Von-Alten-Straße eh ab, meint Schnabel.

Die einstige Gaststätte Schateke wird gerade zum Café umgebaut.

Die einstige Gaststätte Schateke wird gerade zum Café umgebaut.

Quelle: Lauber

Mareike Petkovic hat ihre Boutique aus ähnlichen Gründen vom Von-Alten-Karree an den Amtshof verlegt. In einem früheren Versicherungsbüro hat sie nun auch Platz für Herrenmode. Von der Straße aus werde ihr Geschäft hier besser gesehen als im Karree - die riesigen Schaufenster würden zum „24-Stunden-Werbemittel“. Wie Schnabel sieht auch sie im Tagescafé, für das die vor sieben Monaten geschlossene Gaststätte Schateke gerade umgebaut wird, die ideale Ergänzung.

Bannaschs Vorstellungen und die der Pächterin - einer 30-jährigen Gastronomin mit elfjähriger Erfahrung als Selbstständige - decken sich: Beide Seiten investieren kräftig, die Pächterin allein bis zu 70 000 Euro. Sechs Tage - inklusive der Wochenenden - soll das neue Lokal von 9 bis 18 Uhr öffnen und abends für geschlossene Gesellschaften da sein. Ein Koch sei schon engagiert, der dafür sorgen werde, dass neben Suppen, Salaten und Flammkuchen stets frische saisonale Gerichte auf der Tageskarte stehen. Besonders freut sich die Gastronomin auf den Café-Garten nach hinten raus: Dort öffnet sich der Blick auf die Fachwerkkulisse des Amtsgerichts, während an den Tischen zur Straße hin gelten werde: Sehen und gesehen werden.

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