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Findling in einem Milchkarton gerettet

Isernhagen Findling in einem Milchkarton gerettet

Seit Sonntag weiß Tanja Stadler aus Isernhagen H.B. genau, wie ein Mauersegler aussieht: Er ist ein klein wenig größer als eine Schwalbe und sein Kopf sieht von der Seite aus wie der eines Falken. Das lernte sie bei einer ganz besonderen Rettungsaktion.

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Burgwedel/Isernhagen H.B.. Eigentlich sollte der sonnige Tag für Stadler ganz ruhig beginnen - doch dann entdeckt sie im hintersten Winkel ihres Gartens, dass ihre Katze einen kleinen Vogel im Maul trug. "Er lebte, konnte jedoch nicht fliegen", erzählt Stadler der Nordhannoverschen Zeitung. "Da saß ich und dachte, was mache ich denn jetzt?" Ein Milchkarton aus Pappe war das erste, was die beherzte Tierfreundin zur Rettung der Schwalbe - wie sie annahm - greifen konnte. Ein Eierbecher diente als Wassernapf, dann griff Stadler zum Telefonhörer und rief die Tierärztin in Burgwedel an.

Schnell war klar: Die Flügel des Tieres waren nicht gebrochen. Doch was hinderte den verirrten Piepmatz dann am Weiterfliegen? Der graue Vogel sei keine Schwalbe, sondern ein Mauersegler, klärte Tierärztin Giesela Dankert auf. Diese Vögel, die in Löchern und Nischen von Hauswänden nisten, können nicht vom Boden aus starten. Die Höhe des Einfamilienhauses von Familie Stadler reichte nicht aus, weswegen das mehrstöckige Mehrfamilienhaus der Nachbarn als Startrampe für den gestrandeten Segler auserkoren wurde.

Im Dachgeschoss positionierte sich Tanja Stadler am Fenster: "Ich hielt den Kleinen in die Hand und wollte ihn auf die Dachziegel setzen", erzählt sie. Nach einigen Minuten hüpfte der Mauersegler dann auf das warme Dach: "Ich sah nur noch, wie er sich in die Tiefe stürzte, die Flügel ausbreitete und sich vom Wind wegtragen ließ." Die Rettung war gelungen.


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