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Verkehrsberuhigung startet mit Tempo 30

Burgwedel Verkehrsberuhigung startet mit Tempo 30

Wie lassen sich die gefühlt vielen Lastwagen aus der Ortsmitte Großburgwedels verbannen? Mit einem Verbot jedenfalls nicht, wie eine Prüfung ergeben hat. Dafür soll schon bald ein Tempo-30-Gebot vor der Grundschule auch Brummifahrern die Umgehungsstraße schmackhafter machen.

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Tempo 30 soll ab Herbst vor der Grundschule Großburgwedel gelten.

Quelle: Archiv

Großburgwedel. Um den Schwerlastverkehr auszuschließen, müssten wir ein umfangreiches Gutachten erstellen und nachweisen, dass immens viele Lastwagen unterwegs sind“, erklärte Bürgermeister Axel Düker im Städtebauausschuss das Problem. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Verkehrsaufkommen ausreichen würde, sei aber gering. „So etwas haben wir einmal in Fuhrberg geprüft: Und selbst dort reichten die Lastwagen für ein Verbot nicht aus.“ Auch sei es ein kompliziertes Unterfangen, weil es ja durchaus auch Lastwagen gebe, die in der Innenstadt etwas zu suchen haben: „Die Lieferanten für die Geschäfte an der Von-Alten-Straße müssen zum Beispiel reinkommen.“

Ein Verbot sieht die Stadt daher vorerst als nicht umsetzbar an. Aber: „Ab Oktober soll Tempo 30 vor der Grundschule genehmigungsfähig sein“, sagte Düker. Das neue Gesetz könne dann Anwendung finden – der Antrag liege der Region bereits vor. „Wenn diese Änderung in den Navigationsgeräten der Lastwagen auftaucht, werden diese wahrscheinlich automatisch auf unsere Umgehungsstraßen gelenkt“, so Düker weiter. Die Hinweisschilder auf die Umgehung habe die Stadt derweil frei geschnitten – weitere brauche es laut Ansicht der Behörden nicht. Um sich konkrete Zahlen zu verschaffen, wie sehr die gefühlte Verkehrsbelastung in der Innenstadt mit der Realität übereinstimmt, will die Stadtverwaltung nun zwei eigene Radargeräte aufstellen. „Wir könnten am Anfang und Ende der Straße einen digitalen Seitenradar aufstellen, um zu sehen, welche Fahrzeuge mit welchem Tempo durch die Innenstadt fahren“, erklärte Christian Möhring von der Verwaltung. Bis Ende des Jahres sollen erste Ergebnisse dazu vorliegen.

Das seit langem geforderte Tempo-30-Gebot vor der Grundschule soll definitiv kommen – die Frage bleibt jedoch noch, auf welcher Länge. „Wir werden das weiträumig beantragen, aber wissen nicht, was wir genehmigt bekommen“, sagte Düker. Ob beispielsweise der Küstergang als direkter Zuweg zur St.-Petri-Kindertagesstätte noch als Argument zählen kann, wisse er nicht – vielleicht gelte nur die Grundschule als direkter Anlieger.

Ob die Stadt nicht auch noch einmal einen Straßentausch mit dem Land anstrengen könnte – sodass die Umgehungsstraße Landesstraße würde und die Ortsdurchfahrt in die Baulast der Stadt falle – fragte derweil Erwin Fette (Grüne). Die Stadt werde das prüfen, so Düker. Allerdings sei ein erster Anlauf schon gescheitert, weil das Land den Teil der Umgehungsstraße durchs Gewerbegebiet II mit zwei 90-Grad-Kurven als kritisch betrachte.

Von Carina Bahl

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