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Mit ledernen Löscheimern fing alles an

Burgwedel Mit ledernen Löscheimern fing alles an

Thönses Freiwillige Feuerwehr feiert am 3. Juli ihr 125-jähriges Bestehen ganz groß. Ein Blick in die Chronik zeigt, dass Brandschutz in dem Dorf sogar schon vor 1891 ein großes Thema war.

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Für dieses Jubiläums-Mannschaftsfoto - inklusive Jugendabteilung - ist eigens die Drehleiter aus Burgdorf angefordert worden.

Quelle: Feuerwehr Thönse

Thönse. Acht lederne Eimer – "sämtlich in der Capelle": Vorkehrungen für den Brandschutz gab es in Thönse laut einem Bericht des Amtsvogts schon anno 1697. Und nur 73 Jahre später besaß die
Ortschaft sogar schon zusätzlich 49 Feuerleitern und Einreißhaken.
Ganz bei Null anfangen mussten die 25 Männer also nicht, die sich am 27. Januar 1891 in der Schule trafen, also just dort, wo heute das Feuerwehrhaus steht, um die Freiwilligen Feuerwehr Thönse aus der Taufe zu heben.

Sie kamen so sprichwörtlich "schnell wie die Feuerwehr" zu Ergebnissen. Schon am Tag der förmlichen Gründung am 16. Februar 1891 erklärten 40 Einwohner ihren Eintritt. Heinrich Giesche war erster Hauptmann. Der stand gemeinsam mit Stellvertreter Willi Bödecker persönlich gerade für das Darlehen, das für die Erstausrüstung gebraucht wurde: Die noch heute gut erhaltene Handdruckspritze kostete einschließlich Schläuchen 1300 Mark. Die Refinanzierung war gut geregelt: Wer unentschuldigt bei Übungen und Bränden fehlte, musste Strafgeld zahlen. Am 31. Oktober 1891 hatte die Spritze ihren ersten Einsatz – Beckers Scheune brannte trotzdem ab.

Noch ein historisches Schätzchen hält Thönses Ortsfeuerwehr liebevoll in Schuss: ihren "Eisernen Gustav". Das 1972 von der Landesfeuerschule erworbene Traglöschfahrzeug, Baujahr 1954, ist noch voll funktionsfähig.  Das erste Einsatzfahrzeug, einen Ford Transit, hatte die Ortsfeuerwehr erst 1963 erhalten.

Vier Jahre später weihte sie das heutige Gerätehaus ein, 1980 folgte der in Eigenarbeit hochgezogene erste Schulungsraum. Für 39 Aktive zwischen 16 und 62 Jahren und die 2002 nach langer Pause wieder gegründete Jugendfeuerwehr ist es mindestens einmal wöchentlich Anlaufpunkt – auch wenn es nach Meinung des Stadtkommandos längst viel zu eng ist.

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