Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Turbulente Wahlbereichsversammlung in Burgwedel

Rote Karte für zwei Genossen Turbulente Wahlbereichsversammlung in Burgwedel

In einer turbulenten Wahlbereichsversammlung haben Burgwedels Sozialdemokraten am Donnerstagabend 15 Kandidaten für den Rat der Stadt nominiert sowie die Listen für die sechs Ortsräte aufgestellt. Rudolf Gutte und Sigmar Tacke bekamen von ihren Genossen die Rote Karte für eine weitere Wahlperiode im Rat.

Voriger Artikel
More-Music am Sonntag im Amtshof in Großburgwedel zu hören
Nächster Artikel
Sattelzug verunglückt auf Autobahn

Sigmar Tacke (l.) wird von der SPD nicht nominiert.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. In größter Offenheit und Schärfe wurden in der Gaststätte Am Markt drei Monate vor dem Kommunalwahltermin Konflikte um Stil und Personen ausgetragen, die im SPD-Ortsverein schon lange unter der Oberfläche schwelten (siehe Zitate).

Rudolf Gutte wurden Alleingänge vorgeworfen. „Du hast die Fraktion zum Bersten gebracht“, warf ihm Angela Brix vor. Mit einer von ihm lancierten Pressemitteilung habe er Burgwedel in den Ruf eines Nazidorfs gebracht, kritisierte Joachim Papenburg den Parteifreund, der in der Mahnmaldebatte wichtige Akzente gesetzt hat.

Auch den just in den Rat nachgerückten Fuhrberger Sigmar Tacke wollte die Mehrheit der 35 versammelten SPD-Mitglieder nicht in der nächsten Fraktion sehen – wegen der von ihm im Internet verbreiteten Positionen zum Islam.

Auch wenn Tacke sich verteidigte – „Ich habe etwas gegen totalitäre Ideologien, aber nichts gegen Ausländer“ – hielt Vorstandsmitglied Axel Düker dagegen: „So etwas sollten wir uns nicht leisten.“ Tackes Nicht-Nominierung hatte zur Folge, dass bis auf ihn selbst alle weiteren Fuhrberger SPD-Leute den Saal verließen, weil nun kein einziger Fuhrberger für den Rat kandidieren wird.

Nach den diversen Wahlgängen zeichnet sich ein umfassender personeller Wechsel ab: Auf der Kernstadt-Liste steht kein einziges Mitglied der aktuellen Ratsfrakion, auf der Liste für den Ortsteile-Wahlbereich sind es drei. Außer Bürgermeister-Kandidatin Karin Beckmann kandidiert für den Rat eine weitere (parteilose) Frau.

Das sind die Kandidaten:

Wahlbereich Großburgwedel/Oldhorst: Karin Beckmann, Axel Düker, Bedri Özdemir, Hans-Joachim Rödiger-Usselmann, Florian Wenker, Manfred Kraack.

Wahlbereich Ortschaften: Joachim Papenburg, Lothar Urban, Joachim Lücke, Heiko Lick, Katrin Kaiser, Stephan Nikolaus-Bredemeier, Jörg Schluckebier-Risse, Sven Rodenberg, Karl-Heinz Sturm.

Insgesamt 22 Kandidaten wurden für die sechs Ortsräte nominiert. Spitzenkandidaten sind Joachim Lücke (Engensen), Carsten Möhlenbrink (Fuhrberg), Axel Düker (Großburgwedel), Joachim Feuerhahn (Kleinburgwedel) und Eckhard Stoermer (Thönse). Im kleinen Oldhorst wird es eine rot-grüne Liste geben – mit Ilse Kuckelkorn (SPD) und Arne Jacobs (Grüne).

Martin Lauber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten