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Da muss doch mehr gehen auf der Umgehungsstraße

Burgwedel Da muss doch mehr gehen auf der Umgehungsstraße

Überörtlicher Verkehr ließe sich wenigstens zum Teil aus der Innenstadt heraushalten. Das meint Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller – das Potenzial der bestehenden Umgehungsstraßen müsste nur besser genutzt werden.

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Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller zeigt, dass Autofahrer die Hinweistafeln auf die Umgehungsstraße (Kokenhorststraße) viel zu spät erkennen, um noch reagieren zu können.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. Ortstermin mit Fortmüller an der Isernhägener Straße: Es stimmt, Autofahrer aus Richtung H.B. wie auch von der A 7 Richtung City können die Hinweistafeln auf die Kokenhorststraße, die als Umgehung Richtung Norden und Osten dient, allenfalls erahnen. Wollen die Geradeaus-Fahrer wirklich in die City? Fortmüller bezweifelt das. Obwohl riesengroß, verbergen sich die Schilder hinter tiefhängenden Ästen. Sie müssten überhaupt dichter an die Autobahnausfahrt platziert werden, um noch darauf reagieren zu können, fordert Fortmüller.

Und er schlägt vor, zwischen A-7-Abfahrt in Höhe Ikea und Kokenhorststraße auf dem Grünstreifen eine Rechtsabbiegespur einzurichten. Diese könnte helfen, die täglichen Rückstaus Richtung Innenstadt zu verringern.

Ortstermin Alter Postweg, am anderen Ende der Ortsdurchfahrt: Rentner Bernd Jahn blickt von seiner Terrasse auf die viel befahrene Hannoversche Straße. "Seit ich im Jahr 2000 hergezogen bin, hat sich der Schwerlastverkehr gefühlt verdoppelt", schätzt er. Die Drei- und Fünfachser kämen aus aller Herren Länder, teilweise erkennbar nicht mit Ziel Großburgwedel. Deshalb ärgern ihn Lärm und Straßenstaub noch mehr. Jahn war es, der bei der CDU vorstellig wurde mit der dringenden Bitte, die Beschilderung der Umgehungsstraße zu verbessern. Sein persönlicher Lösungsvorschlag geht darüber hinaus: Tempo 30 auf der kompletten Ortsdurchfahrt, dann bliebe der überörtliche Verkehr freiwillig außen vor.

Fortmüller hat im April einen detaillierten Antrag gestellt: "Akzeptanzverbesserung Umgehungsstraßen/Schwerlastverkehr". Er zielt auf eine optimierte Verkehrslenkung – mit weiträumigem Hinweissystem – und auf die Entschärfung von Knotenpunkten wie der überlasteten Kreuzung Berkhop-/Isernhägener-/Kokenhorststraße. Und er will wissen: Kann das Ortszentrum für Schwerlastverkehr gesperrt werden, ausgenommen die Anlieferer?

Ordnungsamtschefin Andrea Stroker kündigt auf Anfrage für die Wochen nach den Sommerferien Messungen an der Ortsdurchfahrt mit dem Seitenradar an. Auf Basis dieser Daten über Verkehrsmengen und Tempo könnten die Kommunalpolitiker über die mögliche Vergabe eines Verkehrsgutachtens entscheiden. Fortmüllers Anregung zur Beschilderung will sie nächste Woche in der Verkehrssicherheitskommission vortragen.

Dass per Umwidmung der im Nordosten nicht geschlossene Ring der Ortsumgehung zur Landesstraße heraufgestuft werden könnte, um auf der kommunalen Ortsdurchfahrt mehr Gestaltungsspielraum zu haben, hält der Leiter des Landesamtes für Straßenbau für unwahrscheinlich. „Das sehe ich skeptisch“, erklärt Friedhelm Fischer.

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