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Sarah Connor singt für Burgwedel

Überraschungskonzert Sarah Connor singt für Burgwedel

Hausherr Torsten Scholz hatte dicht gehalten: Ein Geheimkonzert des Radiosenders ffn mit der Pop-Sängerin Sarah Connor am Mittwochnachmittag am Springhorstsee blieb eine Exklusivveranstaltung für 70 ffn-Hörer, die im Gegenzug für eine Begegnung mit ihrem Star ein Geheimnis preisgeben mussten.

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Sarah Connor muss nicht lange bitten, und die Fans singen ihre neuen deutschsprachigen Lieder mit.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Urlaub in Tunesien statt am Timmendorfer Strand, eine Affäre mit dem Chef, gar das Kind von einem anderen Mann - für ein Ticket zum Connor-Konzert an unbekanntem Ort hatten ffn-Hörer in den letzten Tagen überwiegend anonym bisher Geheimgehaltenes ausgeplaudert. Die letzten Karten wurden erst am Mittwochmorgen verlost.

Mittwoch, 15.57 Uhr in Großburgwedel: Drei Minuten vor Sarah Connor lässt die Sonne sich sehen. Fans aus ganz Niedersachsen - mehrere nach zweieinhalbstündiger Anfahrt aus Friesland - warten vor der Strandbühne, die Smartphones knipsbereit, vereint in Vorfreude beim Warm-Up mit ffn-Morgenmän Franky. Wen man auch fragt in der Fangemeinde: Auf der Wunschliste ganz oben steht ein Titel: „Wie schön du bist“ - vom neuen und ersten deutschsprachigen Album „Muttersprache“.

Als Sarah den Wunschsong als fünften von sieben Titeln bringt, ist dies der Gänsehautmoment des Konzerts, bei dem auch die eine oder andere Träne fließt. „Ich hätte nie gedacht, dass es mal so was gibt: Jetzt singen wir euch ein deutsches Liebeslied“, singt der Star im rot-schwarzen Flanellhemd - und alle singen mit. Auch Markus Sand, der es nicht so weit zum Springhorstsee hatte. Nach der Frühschicht im Kirchhorster NP-Markt holte der Einzelhandelskaufmann seine Freundin Katrin Meyer ab - ein Überraschungsgeschenk für die Connor-Verehrerin. „Ich höre ihre neue CD rauf und runter“, bekennt sie. Sarah habe ihr über die letzte Trennung hinweg geholfen.

Ein Geheimkonzert des Radiosenders ffn mit der Pop-Sängerin Sarah Connor am Springhorstsee in Kleinburgwedel blieb eine Exklusivveranstaltung für ganze 70 ffn-Hörer.

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Künöhl: „Im Thönser Farmers fing alles an“

Es sind nur ein paar Kilometer Luftlinie vom Springhorstsee nach Thönse. „Hier fing alles an“, behauptet Torsten Künöhl. „Tom Nöhre und ich haben Sarah damals entdeckt.“ Kunöhl ist heute nur noch am Rande Musikproduzent, verdient sein Geld mit Bratcurrywürsten, die in Dosen sogar exportiert werden. Mitte der Neunzigerjahre betrieb er noch in Thönse das weithin bekannte Musiklokal Farmers. Ein befreundeter Sänger der Band Touché habe den Kontakt zu der damals 16-Jährigen vermittelt. Kunöhl erinnert sich genau: Sarah habe bei ihrem Auftritt im Weihnachtskonzert einen roten Cowboyhut getragen. „Ich hatte ihr einen kleinen Weihnachtssong geschrieben. Als sie von der Bühne kam, überreichte ich ihr Blumen und sagte: Du wirst einmal ein Weltstar. Da wurde sie knallrot.“

Der heute 53-Jährige sollte Recht behalten. Fast ein Jahr lang hätten Nöhre und er mit der Sängerin im Tonstudio in Bissendorf-Wietze Songs komponiert und eingespielt. „Aber wir mussten sie freilassen. Um eine deutsche Whitney Houston aufzubauen, fehlte uns einfach das Geld.“ Einige CDs, er im Duett mit dem Star, hat Künöhl noch heute. Welches Potenzial Sarah hatte, ließ ihn schon damals staunen: „Noch kein Mensch kannte sie, aber zu jedem Studiotermin hatte sie einen Fanpulk dabei.“

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