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Unbekannte plündern Gräber

Thönse Unbekannte plündern Gräber

Immer wieder stehlen Unbekannte Pflanzschalen und Blumen von Gräbern auf dem Thönser Friedhof. Ein bereits mehrfach betroffener Angehöriger hat eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt - denn schon knapp zehn Mal rissen die Unbekannten Pflanzen vom Grab seines Vaters.  

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Veronika Rosenowski ist entsetzt über die fortlaufenden Pflanzendiebstähle vom Grab ihres Mannes.

Quelle: Frank Walter

Thönse. Ganz neu sind solche Taten dem Polizeikommissariat Großburgwedel nicht. Zwei bis drei Diebstahlsdelikte von Friedhöfen würden pro Jahr zur Anzeige gebracht, so ein Sprecher.

Dabei handelt es sich aber um einzelne Taten – und nicht um eine derartige Häufung, wie sie Veronika Rosenowski aus Thönse erleben muss. Immer wieder plündern Unbekannte die gegenüberliegenden Gräber ihres Mannes und ihrer Schwiegertochter. Acht- oder neunmal sei das bereits in den vergangenen zwei Jahren passiert, berichtet sie – meist, wenn sie die Grün- und Blühpflanzen nach Geburts- oder Todestag gerade erneuert hatte. Mal verschwindet eine komplette Pflanzschale vom Grab, mal reißt jemand einzelne Blumen oder Grünpflanzen aus den Behältern.

So war es auch in der vergangenen Woche: Als die Witwe am Donnerstag gegen 17 Uhr am Grab ihres verstorbenen Mannes nach dem Rechten sah, war noch alles in Ordnung. Tags darauf rief Veronika Rosenowski dann die Polizei: Eine weiße Pflanzschale vom Grab ihres Mannes war komplett entwendet, aus einer weiteren fehlten sämtliche Pflanzen. Und auch im Blumenkübel auf dem Grab der Schwiegertochter klaffte wieder einmal eine Lücke. "Es ist einfach grauenvoll und traurig“, sagt die Witwe, die fast täglich die Gräber besucht. Mittlerweile gehe sie schon mit einem mulmigen Gefühl auf dem Friedhof: Jedes Mal denke sie daran, was jetzt wohl wieder fehle.

Ihr Sohn Arne Rosenowski hat jetzt eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Wer etwas gesehen hat, sollte sich unter Telefon (05139) 9910 an die Polizei wenden. "Vielleicht gibt es ja Zeugen? Oder es schreckt wenigstens ab, dass die Menschen jetzt aufmerksamer sind“, hofft Arne Rosenowski.

Von Frank Walter

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