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Unbekannte randalieren im Freibad

Großburgwedel Unbekannte randalieren im Freibad

Unbekannte sind in der Nacht zu gestern ins Freibad Großburgwedel eingestiegen, haben den Kiosk ausgeräumt, Flaschen, Müll und Mobiliar ins Schwimmbecken geworfen. Dank seiner Mitarbeiter konnte das Freibad dennoch gestern öffnen – wenn auch mit Verspätung.

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Schließen nicht, aber ohne eine verspätete Öffnung ging es dann doch nicht: Teils saßen die Besucher seit 8 Uhr Früh vor dem verschlossenen Freibad – und zeigten allesamt Verständnis

Quelle: Carina Bahl

Großburgwedel. Es war ein Bild der Verwüstung, das sich Schwimmmeister Arnold Mayer gestern Früh um 7 Uhr bot. „Liegen, Sonnenschirme und Müll schwammen im Becken“, schildert er seine ersten Eindrücke. „Irgendwer hat hier richtig Party gemacht.“ Am Beckenrand und im Wasser hätten überall Flaschen gelegen. Schirme gingen kaputt, Liegen auch. „Wenn es sehr heiß ist, dann hatten wir das schon mehrmals, dass sich irgendwer nachts unerlaubt erfrischt hat, aber so etwas gab es noch nie.“

Es war ein Bild der Verwüstung, das sich Schwimmmeister Arnold Mayer gestern Früh um 7 Uhr bot. „Liegen, Sonnenschirme und Müll schwammen im Becken“, schildert er seine ersten Eindrücke.

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Die Täter waren nicht nur nach 22.30 Uhr über den Zaun geklettert und ins Wasser gesprungen – auch vor dem Kiosk machten sie keinen Halt. „Sie haben die Rollladen hochgeschoben und alles gegriffen, was wir vorne im Verkaufsraum liegen hatten“, sagt Kioskmitarbeiter Christian Busch. Bunte Tüten, Lollies, Schokolade – alles weg. „Alkohol haben wir grundsätzlich nicht im Verkauf. Das haben sie wahrscheinlich sofort gesehen.“

Alkohol war mit Blick auf die Scherben und Flaschen im Beckenbereich aber definitiv im Spiel. Dass das Freibad überhaupt gestern öffnen konnte, ist dem tatkräftigen Einsatz von Mayer und seinem Team geschuldet. „Ich habe sofort alle angerufen, und sie sind zum Aufräumen gekommen.“ Der Müll wurde beseitigt, kaputtes Mobiliar aussortiert, anderes desinfiziert und der Beckenboden mit einem sogenannten Wassersauger von Scherben und Unrat mit viel Mühe befreit. „Bei dem heißen Wetter wollten wir einfach nicht schließen müssen“, sagt Mayer. „Auch wenn wir jetzt schon alle erschöpft sind, den Tag aber noch vor uns haben.“

Schließen nicht, aber ohne eine verspätete Öffnung ging es dann doch nicht: Teils saßen die Besucher seit 8 Uhr Früh vor dem verschlossenen Freibad – und zeigten allesamt Verständnis für die Schwimmbadmitarbeiter, die hinter den Toren zu Höchstleistungen beim Putzen aufliefen. Da wurde die Picknickdecke eben vor dem Freibad ausgerollt und Karten gespielt zur Überbrückung. Um 11 Uhr war der Schaden beseitigt – und das kühle Nass bereit für den Ansturm Hunderter.

Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Die Polizei geht davon aus, dass es mehrere Personen gewesen sein müssen. Wer etwas von der Freibad-Randale mitbekommen hat, sollte sich umgehend bei der Polizei unter Telefon (0 51 39) 99 10 melden.

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