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Projekt geht in eine neue Runde

Großburgwedel Projekt geht in eine neue Runde

Der schwarze Kontinent lässt sie nach wie vor nicht los: Die Großburgwedeler Nele Krüger und Mark Ballandies organisieren mit ihrem Verein Education matters zum vierten Mal ein Austauschprojekt mit jeweils zehn Jugendlichen aus Uganda und Tansania - und suchen Spenden.

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Seit fünf Jahren engagiert sich Nele Krüger für Kinder in Uganda und vermittelt Patenschaften.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Großburgwedel. Vor fünf Jahren hatten die beiden jungen Leute aus Burgwedel ihre Arbeit aufgenommen. Mark Ballandies war nach dem Abitur für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) in Uganda, Nele Krüger ein Jahr später in Tansania. Längst Studenten, ließ das Engagement in beiden Ländern nicht nach. Gemeinsam und mit etlichen weiteren Helfern gründeten beide den Verein Education matters. Am Anfang stand die Unterstützung von Familien, die das Schulgeld ihrer Kinder nicht zahlen konnten – "und von denen gab es reichlich", berichtet die heute 25-Jährige.

Mittlerweile zählt der Verein 80 Mitglieder überwiegend aus Burgwedel. Außerdem gibt es 36 Patenschaften, die den Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien das Schulgeld, Materialien und die Schuluniform finanzieren. Zudem wird von den Mitgliedsbeiträgen neuerdings eine Sozialarbeiterin in Kampala bezahlt, und zusätzlich kümmert sich ein Student ehrenamtlich um die Mädchen und Jungen. "Wir wollen nicht mehr großartig wachsen", sagt Krüger. Denn der Verein stoße jetzt schon an seine Grenzen, erklärt die Studentin der Staatswissenschaften. Gleichwohl haben sich die Organisatoren auf die Fahne geschrieben, die Jugendlichen bis zur Ausbildung zu  zu begleiten. Es gibt einen Vorzeige-Paten: Der 19-Jährige hat die Schule beendet, abends lernt er in der Schule Koch, und tagsüber betreibt er mit zwei Angestellten eine Straßenküche. "Das ist unser Ziel: Sie sollen ihr Leben selbst finanzieren können", äußert sich Krüger.

Das derzeitige Austauschprojekt soll die Völkerverständigung in der Region fördern, interaktives Lernen etablieren, das Selbstbewusstsein benachteiligter Jugendlicher  stärken und ihnen neue Perspektiven ermöglichen. "Die 15- bis 19-Jährigen aus Tansania lernen eine Woche lang gemeinsam, unternehmen Ausflüge und knüpfen neue Freundschaften mit Jugendlichen in Uganda", erläutert Nele Krüger das Projekt. Gemeinsam sprechen sie über Themen wie Familienplanung, Auswirkungen der Parlamentswahlen in Tansania und Uganda 2015 und 2016 sowie die Beziehungen zu anderen ostafrikanischen Ländern wie etwa Kongo oder Südsudan.

Weitere Informationen gibt es per E-Mail an info@edu-matters.org. Wer für das Projekt spenden möchte, kann einen Betrag an die Hannoverschen Volksbank, IBAN DE79251900010659978800 unter dem Verwendungszweck "Austausch 2016" überweisen.

Von Katerina jarolim-vormeier

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