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Verklebter Hallenboden: Wer trägt die Mehrkosten?

Burgwedel Verklebter Hallenboden: Wer trägt die Mehrkosten?

Die Reinigung des mit Harz verklebten Hallenbodens des Schulzentrums ist geregelt. Zusätzlich zum täglichen Saubermachen bezahlt die 1. Herren der TSG Extrareinigungen dreimal pro Woche. Könnte die Stadt da unterstützen?

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Bei einer Extrareinigung hatten die Handballer die Sporthalle geschrubbt.

Quelle: privat

Burgwedel. Die gute Nachricht zuerst: Mit Harz verklebte Bodenbeläge in der Sporthalle des Schulzentrums gehören der Vergangenheit an. Zusätzlich zur täglichen Reinigung lässt die 1. Herren-Handballmannschaft der Turnerschaft Großburgwedel (TSG) - wie nach heftigen Beschwerden mit der Stadtverwaltung vereinbart - seit einigen Wochen montags, mittwochs und freitags ein Unternehmen einen Extraputzgang einlegen, um die „Patte“ zu entfernen. Mit dem klebrigen Harz reiben Leistungssportler ihre Hände ein, um die Haftung zu verbessern und dem Ball Drall geben zu können. Jetzt gebe es keine Beschwerden mehr, berichtet Renate Koch, Rektorin der Oberschule, deren Sportunterricht in der Halle stattfindet.

Die Kehrseite der Medaille: Aufs Jahr gerechnet belastet die Extrareinigung die Abteilungskasse der 1. Herren, die in der 3. Liga Nord spielen, mit geschätzten 2000 bis 3000 Euro. Kein Wunder, dass der Stadtsportbund Hannover mit seinem Vorstoß, die Landeshauptstadt möge die Handball-Leistungssportler nicht auf den harz-bedingten Sonderkosten sitzen lassen, auch die Burgwedeler hellhörig werden ließ. „Das wäre ein Modell für Burgwedel“, meint TSG-Handball-Chef Karsten Hoppenstedt, „weil damit der Leistungssport anerkannt wird.“ Dieser sei sowieso mit hohen Kosten belegt, etwa für weite Fahrten zu Auswärtsspielen. TSG-Geschäftsführer Nils Budde nennt den Vorstoß des Stadtsportbundes Hannover, den dort SPD und Grüne unterstützen wollen, eine Steilvorlage für Burgwedel. Ralf Pesliak, Vorsitzender des Sportrings Burgwedel, sieht das im Prinzip ähnlich. „Das ist eins der Themen, die wir mit der Stadt diskutieren müssen“, sagt er. Den Status quo - Extrareinigung auf TSG-Kosten - sieht er als „temporäre Lösung, damit nach dem Streit um das Harz wieder Ruhe ist“. Grundsätzlich sei er dafür, die 1. Herren der TSG, „ein Aushängeschild der Stadt“, zu entlasten.

„Das müsste die Politik diskutieren“, sagt Bürgermeister Axel Düker - und zwar erst dann, wenn belastbare Zahlen vorliegen. Der Unterschied zu Hannover sei, dass in Burgwedel alle Vereine die städtischen Sportstätten kostenlos nutzen dürften. Er persönlich sei erst einmal froh, dass „unser System greift und die Harz-Probleme in der Sporthalle gelöst sind“.

Von Martin Lauber

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