Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Offener Aufruf an Bauträger?

Burgwedel Offener Aufruf an Bauträger?

Für private Käufer hat die Stadt Burgwedel gerade neue Vergaberichtlinien für kommunales Wohnbauland festgelegt. Der Plan, das auch für Bauträger zu machen, scheint nun aber zu scheitern.

Voriger Artikel
Kräftiger Wind lässt die Mühle "leben“
Nächster Artikel
Jan blickt in Erdkunde voll durch

6000 Quadratmeter hat die Stadt im Neubaugebiet Pöttcherteich für Projekte von Bauträgern freigehalten.

Quelle: Archiv

Burgwedel. Eine Fläche von 6000 Quadratmetern im Südwesten des Neubaugebietes „Nördlich Pöttcherteich“ in Großburgwedel hat die Stadt für Projekte von Investoren und Bauträgern freigehalten. Aber wie lassen sich die Wünsche der Stadt verbindlich in einem Katalog festhalten? Die Idee, vergleichbar mit dem Pluspunkte-Katalog für private Käufer auch für Investoren konkrete Kriterien festzulegen, sieht die Verwaltung inzwischen skeptisch.

Zum einen müsste die Stadt so bereits sehr früh genau festlegen, was sie will und das auch noch transparent in einer „Vergabematrix“ verarbeiten. Zum anderen würde daraus eine verbindliche Reihenfolge entstehen: Sollte ein Investor beispielsweise mit einem innovativen Konzept überzeugen, das nicht genügend Punkte gesammelt hätte, bestünde keine Chance mehr, diese Bewerbung zu bevorzugen. Fraglich bleibt für die Verwaltung derweil auch, wie gestalterische Aspekte einer Planung bewertet werden könnten – schließlich zähle ein schlüssiges Gesamtkonzept. Punkte für preiswerten Wohnraum könnten zudem der angestrebten „sozialen Mischung“ im Quartier entgegenstehen. Ob es überhaupt eine Lösung für alle Baugebiete Burgwedels geben könnte, ist obendrein fraglich.

Der Vorschlag aus dem Rathaus sieht daher jetzt vor, keine Vergaberichtlinien festzulegen, sondern mit einem Aufruf über die Internetseite Investoren und Bauträger dazu zu bewegen, sich mit städtebaulichen Konzepten zu bewerben – die besten sollen dann der Politik für die Auswahl vorgestellt werden. Die wichtigsten Inhalte könnten später per städtebaulichem Vertrag bindend für die Investoren festgeschrieben werden.

Im Entwurf für den Aufruf, den der Planungsausschuss in der nächsten Woche beraten soll, gibt die Stadt bereits erste Vorgaben: Eine offene Bauweise und Zweigeschossigkeit sind Pflicht. Der Baumbestand soll erhalten bleiben. Das Konzept muss Miet- und Eigentumswohnungen in unterschiedlichen Größen enthalten und bezahlbar – das heißt unter 7,50 Euro pro Quadratmeter – bleiben. Die Erdgeschosswohnungen sollen barrierefrei sein und die Angebote sich an unterschiedliche Zielgruppen von Familien bis hin zu Senioren richten. Interessenten sollen ein Konzept für die komplette Fläche einreichen – die Stadt könnte sich aber auch zwei Projekte auf 2000 und 4000 Quadratmetern am Pöttcherteich vorstellen.

Planungs- und Tiefbau-Ausschuss

Neben den Vergaberichtlinien für kommunales Wohnbauland an Investoren wird sich der Planungs- und Tiefbauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. Mai, im Rathaus auch noch über andere wichtige Dinge Gedanken machen müssen. Auf der öffentlichen Tagesordnung ab 18.30 Uhr steht der CDU/FDP-Antrag, der die Stadtverwaltung auffordert, Finanzierungsmöglichkeiten für die knapp 20 Millionen Euro zu finden, die die Sanierung und der Ausbau des Burgwedeler Abwassersystems wohl kosten werden. Zudem werden die Politiker die Satzungsbeschlüsse für die Bebauungspläne „Nördlich Pöttcherteich“ und „Im Wedel“ vorbereiten sowie sich mit der Grunderneuerung mehrerer Bushaltestellen befassen. Bürger können sich am Ende der Sitzung Fragen von den Politikern und der Verwaltung beantworten lassen.

Von Carina Bahl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten