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Stadt baut weniger Wohnraum für Flüchtlinge

Burgwedel Stadt baut weniger Wohnraum für Flüchtlinge

Rückläufige Flüchtlingszahlen sind verantwortlich dafür, dass die Stadt Burgwedel einen Teil ihrer Baupläne für Mietshäuser, die in der Erstnutzung als Unterkünfte dienen sollen, erst mal zu den Akten legen kann. Ganz tief im Schreibtisch verschwunden ist der dereinst umstrittene "Plan B".

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Radlader schaffen Platz für den geplanten Bau eines Versorgungsgebäudes für die zurzeit jeweils 30 Container für Flüchtlinge und Erntehelfer.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Aktuell hat die Kommune ihre bis Ende Juli geltende Zuweisungsquote von 130 geflüchteten Menschen schon leicht übererfüllt. Dabei könnte sie noch 90 Menschen in freien Wohnungen oder Unterkünften unterbringen. Obendrauf entsteht am Grasbruchsweg am Dorfrand von Fuhrberg gerade eine Notfallreserve in Form einer Containeranlage mit 30 jeweils circa 18 Quadratmeter großen Zimmerwaben, die zu beiden Seiten eines und desselben Flurs liegen - behelfsmäßiger Wohnraum für weitere 90 Flüchtlinge. Ein zweites Modul gleicher Größe wird vis-à-vis für Erntehelfer des Spargelhofs Heuer fertig gemacht.

Überkapazitäten seien besser, als Menschen in Sporthallen unterbringen zu müssen, findet Burgwedels Kämmerer Christian Möhring. Der reale Bedarf sei für die Verwaltung nicht absehbar, also schwer planbar gewesen – und immer noch "können wir jederzeit von der Realität eingeholt werden", verweist er auf Unwägbarkeiten. Funktioniert das umstrittene Rückführungsabkommen zwischen EU und der Türkei wirklich? Wie entwickelt sich der Waffenstillstand in Syrien?

Gleichwohl - im Augenblick herrscht Entspannung. Eine Anwendung von "Plan B", laut dem die Stadt bei unabweisbarem Bedarf die Mehrzweckhalle in Engensen, die Westerfeldhalle in Wettmar und die Seniorenbegegnungsstätte mit Flüchtlingen belegen wollte, ist nicht in Sicht.

Auch beim Neubauprogramm wird laut Möhring erst mal kürzer getreten. Auf der Agenda für dieses Jahr bleibe ein Doppelhaus am Kiebitzweg in Engensen, für das die Baugehmigung zwischenzeitlich vorliegt, die Bebauung des früheren Spielplatzes an der Heierdrift in Wettmar sowie die Neubebauung des Grundstücks Wallstraße 38 in Kleinburgwedel. Das Backsteinhaus soll in Kürze abgerissen werden. Für alle diese Objekte ist eine Nachnutzung durch Mieter mit und ohne Wohnberechtigungsschein geplant.

Abstand nimmt die Stadt indes von ihren Plänen in Großburgwedel, die ursprünglich ebenfalls dieses Jahr zusammen mit Bauträgern realisiert werden sollten. Unbebaut bleibt zunächst das städtische Grundstück Hinter den Höfen, auf dem früher die Obdachlosenhäuser standen. Auch an einem Grundstück, das an der Schulze-Delitzsch-Straße zwecks Bau einer Unterkunft im Fokus der Stadt war, bestehe kein Interesse mehr, so Möhring.

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