Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Pendler müssen sich auf Verspätungen einstellen

Burgwedel Pendler müssen sich auf Verspätungen einstellen

18 Minuten Verspätung plus x: Das ist die vage Zeitrechnung, auf die sich Bahnpendler bis zum 24. Mai einstellen müssen. Weil zwischen Isernhagen und Burgwedel alle Bahnschwellen ausgetauscht werden, rollt der Metronom-Zugverkehr in Richtung Hannover zeitversetzt im Stundentakt.

Voriger Artikel
Burgwedeler Projekt macht Kinder in Bulgarien froh
Nächster Artikel
Domfront-Landkarte statt Einheitsgrau

Am Großburgwedeler Bahnhof ist der Bahnsteig Richtung Celle gesperrt. Fahrgäste müssen wegen des Schwellenwechsels den gegenüberliegenden Bahnsteig nutzen.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel/Isernhagen/Langenhagen.. Seit der Nacht zu Montag wird auf einem 
Elf-Kilometer-Abschnitt zwischen Wettmar und dem Gewerbegebiet Isernhagen H.B. rund um die Uhr gearbeitet – zeitweise begleitet von großem Lärm und dem Tröten einer Rottenwarnanlage, mit der die Gleisarbeiter über nahende Züge informiert werden.

Dem Zugverkehr steht während des laut Deutscher Bahn (DB) "dringlichen" Schwellenwechsels nur eins der beiden Gleise zur Verfügung. Das hat Konsequenzen, die Zugreisende besonders im Regionalverkehr zu spüren bekommen. Für Metronom-Züge zwischen Uelzen und Göttingen gilt bis zum 24. Mai ein Extra-Baustellenfahrplan, nach dem alle blau-gelben Züge "planmäßig" jede Stunde circa 18 Minuten später verkehren als üblich. Begründung: "So lange stehen unsere Züge jeweils in Celle im Bahnhof", erklärt Metronom-Sprecher Harald Lukaschewsky. Ungern räumt er ein, dass selbst die Zeiten im Baustellenfahrplan nur "halbwegs sicher" seien. Der Grund dafür: Auch wenn die DB einen Teil der Fernverbindungen umleite, müssten noch zahlreiche ICEs und ICs durchgelassen werden. Züge stauten sich dann in beide Richtungen zurück, sagt Lukaschewsky. Besonders treffe es die Fahrtrichtung Hannover.

Ganz reibungslos kommt der Baustellenverkehr nicht ins Rollen. "Da gibt es viel Durcheinander", sagt Oldhorsts Ortsbürgermeister Thorsten Rieckenberg, der als überzeugter Metronom-Pendler seit Montag zurzeit mit dem Auto zur Arbeit fährt. Die Metronom-App auf seinem Smartphone hatte ihm eine Zweieinhalb-Stunden-Zugfahrt von Großburgwedel via Celle nach Hannover angezeigt. Lukaschewsky bestätigt den "Computerfehler", der allein bei Abfragen zu Verbindungen zwischen Großburgwedel und Hannover auftrete. Das Programm ziehe aus richtigen Daten die falschen Schlüsse. Am Abstellen des Fehlers werde unter Hochdruck gearbeitet. Zurzeit sei der Baustellenfahrplan im Internet unter der-metronom.de ("Aller-Takt") die sicherste Quelle. Wer zu einem bestimmten Zeitpunkt 100-prozentig sicher am Ziel sein will, nehme bis zum 24. Mai am besten einen Zug früher.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten