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Wer spricht künftig für die Senioren?

Burgwedel Wer spricht künftig für die Senioren?

Ob es einen Seniorenbeirat in der Stadt braucht oder nicht, das wird die Politiker weiterhin beschäftigen. Der Antrag auf eine interfraktionelle Arbeitsgruppe, die die Entscheidung vorbereiten soll, ist aber erst einmal vom Tisch.

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ARCHIV - Senioren sitzen in Leichlingen mit Gehstöcken auf einer Parkbank (Archivfoto vom 02.09.2009). 100 gesunde Hundertjährige stehen im Mittelpunkt
eines skurrilen Wettbewerbs: 30 Tage haben Forscher Zeit, die Gene
der Hochbetagten zu entziffern. Wem das als Erstes gelingt, winkt ein
Preisgeld von 10 Millionen US-Dollar (7,2 Millionen Euro). Foto: Oliver Berg (zu dpa " Wettbewerb: Erbgut von 100 Hundertjährigen entziffern" vom 26.10.2011 - ACHTUNG: Sperrfrist 26.10.2011, 17.00 Uhr) +++(c) d

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Der unabhängige Ratsherr Rudolf Gutte gibt nicht auf, seine Forderung nach einem Seniorenbeirat mit Anträgen zu befeuern. Aber braucht es dieses zusätzliche Gremium, das dem Rat künftig beratend zur Seite stehen soll, wirklich?

Wenn es nach der CDU/FDP-Gruppe geht - die Meinung wird seit 2009 vehement vertreten -, reichen 18 Ratsmitglieder über 60 Jahren garantiert aus, um die Interessen der Älteren in Burgwedel zu vertreten. Die Grünen wiederum halten einen Seniorenbeirat wie auch die SPD durchaus für sinnvoll. „Aber so etwas muss von außen kommen“, betonte Hans-Joachim Rödiger (SPD) jetzt im Demografieausschuss. Was passiere, wenn man ein Gremium besetzen wolle, ohne vorher die Interessenten dafür zu haben, könne man am Jugendparlament in der Wedemark sehen: „Da fehlten dann irgendwann die Bewerber.“

Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe, wie sie sich Gutte gewünscht hätte, um sich gemeinsam über die Arbeit eines Seniorenbeirates zu informieren, lehnen die Fraktionen ab. „Wir von der SPD haben uns schon selbstständig informiert“, erklärte Rödiger. Auch die CDU sah keine Wissenslücken bei sich - diese Meinung unterstützte Burgwedels Erste Stadträtin Christiane Concilio: „Wir haben vor Jahren intensiv und mit vielen Informationen über das Thema diskutiert.“

Ob auch 2016 ein Seniorenbeirat abgelehnt wird, soll nun endgültig bei der nächsten Ausschusssitzung entschieden werden.

In einem Bereich haben die Senioren derweil großes Mitspracherecht: In den drei offenen Arbeitsgruppen zum Thema „Wohnen in Burgwedel“, die sich alle vier Wochen treffen, überwiegt die Zahl der Älteren. Insgesamt sind circa 30 Burgwedeler involviert. Erste Ergebnisse dazu, welcher Wohnraum in Burgwedel geschaffen werden soll, könnten schon im Sommer vorliegen. Wer noch mitmachen möchte, meldet sich in der Seniorenbegegnungsstätte.

Von Carina Bahl

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