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Tennisboom sorgt seit 30 Jahren für Aufträge

Großburgwedel Tennisboom sorgt seit 30 Jahren für Aufträge

Nur auf den zweiten Blick erschließt sich ein enger Zusammenhang zwischen den Tennis-Erfolgen von Steffi Graf und Boris Becker vor 30 Jahren und der Werkstatt der Lebenshilfe Peine-Burgdorf mit Thuasne in Burgwedel: Er findet sich in den Epicondylitis-Spangen, die Schmerzen im Tennsiarm lindern.

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Seit den 1980-er Jahren fertigen die Werkstatt-Mitarbeiter die Spangen für den sogenannten Tennisarm.

Quelle: Bismark

Großburgwedel. "Unsere Werkstatt bestand damals gerade zehn Jahre", sagt Leiter Karl-Heinz Röber im Rückblick. Und nach dem ersten Jahrzehnt stellte sich die Frage, auf welchen Arbeitsgebieten die Menschen mit Behinderung noch eine Beschäftigung finden können. Ein Auftrag ergab sich damals über einen privaten Kontakt zu dem Unternehmen Thuasne, das seinerzeit noch unter dem Namen Thämert firmierte.

 „In jener Zeit stand Tennis wegen Boris Becker und Steffi Graf ganz hoch im Kurs, und viele Menschen bekamen einen schmerzhaften Tennisarm“, erinnert sich Röber. Das Unternehmen Thämert benötigte deshalb jede Menge Epicondylitis-Spangen, die die Schmerzen im Arm linderten. „Über eine Kollegin bekamen wir einen Auftrag zum Probenähen“, sagt Röber und fügt hinzu, die Mitarbeiter hätten von Anfang an mit ihrer Arbeit überzeugt. Wegen der Epicondylitis-Spangen musste die Werkstatt erstmals eine ausgebildete Näherin einstellen und die entsprechenden Maschinen anschaffen. Daraus entwickelte sich die Schneiderei, in der heute 17 Menschen arbeiten. In den Achtzigerjahren verließen etwa 25 000 Spangen pro Monat das Werk, heute sind es deutlich weniger. Sie werden auch weniger von den Tennisspielern benötigt, sondern mehr von Kassierern oder Menschen, denen die Arbeit mit der PC-Maus zusetzt.

Wie Röber würdigt auch Thuasne-Geschäftsführer Stefan Fritzsche die Zusammenarbeit: Die Behindertenhilfe Burgdorf sei seit rund 30 Jahren fester Bestandteil der Wertschöpfungskette. "Ein Partner, der uns schon bei vielen richtungsweisenden Projekten zuverlässig und mit vollem Einsatz begleitet hat", erklärt Fritzsche und fügt hinzu, sein Unternehmen schätze in der Zusammenarbeit besonders die kurzen Abstimmungswege und den sympatischen zwischenmenschlichen Kontakt.

Und weil sich im Gegensatz zum Tennisboom der 1980-er Jahre weder bei den Kassen im Supermarkt noch bei den PC-Mäusen kein kurzfristiges Ende abzeichnet, dürfte die Kooperation nach Einschätzung Röbers auch noch weitergehen.

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