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Im Kleinen erklingt das Besondere

Burgwedel Im Kleinen erklingt das Besondere

Der Verein Freundeskreis Burgwedeler Gartenkonzerte trägt sein Anliegen schon im Namen. Seit 13 Jahren bieten die Ehrenamtlichen Konzerte im Garten an. Man darf also durchaus von Tradi­tion sprechen. Am Wochenende bot sich den vielen Besuchern in Wettmar wieder ein musikalischer Hochgenuss mitten in der Natur.

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Die Gartenkonzerte in Wettmar begeistern mit Musik und Kunst ein großes Publikum.

Quelle: Jürgen Zimmer

Wettmar. Initiatorin und treibende Kraft dieser in weitem Umkreis wohl einmaligen Art, einem interessierten Publikum klassische Musik kostenfrei im Konzertsaal der Natur, unter Bäumen, zwischen Blumenbeeten und Brennholzstapel zu bieten, ist die Bratschistin Anette Langehein aus Wettmar. In ihrem Garten fanden bisher überwiegend die Konzerte statt.

Am Sonnabend zur Serenade konnten die Besucher eine neue Umgebung kennenlernen. Gastgeber Lars Meixner und Dagmar Regelsberger öffneten Haus, Hof und Garten für das diesjährige Konzert. Unter riesigen, alten Eichen, zwischen Wohnhaus und Stallungen gab es Erlebnisse satt für alle Sinne. Mosaikarbeiten und Collagen der Gastgeberin waren im Garten und in einer kleinen Kammer arrangiert. Am anderen Ende des Hofes hatte Jeanette Karapiperidis ihre Bilder im Pferdestall und in der Umgebung platziert.

Den musikalischen Teil des Abends bestritten die beiden Fagottisten Julia Butte Wendt und Hanns-Gregor Sabel zusammen mit dem Posaunisten Martin Wendt und dem Organisten und Sänger Bernhard Lidl. Traditionell steht auch diese Serenade unter einem Motto, das diesmal „DoReMiFagott“ lautete. Leicht zu erraten, welches Instrument im Vordergrund stand.

Eloquent, kompetent und sehr sympathisch nahmen Butte-Wendt und Sabel ihr Instrument im wahrsten Sinne des Wortes auseinander und erzählten über Historie, Bau- und Wirkungsweise des Holzblasinstrumentes in Tenor und Basslage. Die aufmerksamen Besucher wussten am Ende, was Stiefel, Flügel oder S-Bogen sind und dass das wichtigste Teil auch das kleinste ist – nämlich das wenige Zentimeter lange Doppelrohrblatt oder Mundstück (wissenschaftlicher Name: Arundo donax), ohne das dem Fagott kein Ton zu entlocken ist. An Stücken von Bach, Mozart, Vivaldi und anderen demonstrierten die beiden Musiker dieses wohlklingende Instrument. Gelegenheit für die Besucher zum Mitsingen und Trommeln gab es zuhauf, denn die schönste Musik ist doch meist die selbst gemachte.

Am Sonntag gab es den zweiten Teil des Konzertes – die Matinee mit seltenen Arrangements von Querflöte, Harfe, Kontrabass und Schlagzeug. Schade, dass dieser Konzertsaal nicht öfter öffnet.

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Von Jürgen Zimmer

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