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Wettmar schreddert Rekord

Wettmar Wettmar schreddert Rekord

Gute Ideen werden belohnt: 203 Weihnachtsbäume sind am Sonnabend beim 3. Schredderfest in Wettmar zu Kleinholz gehäckselt worden. Damit hat der Verein, der hinter dem Dorfportal wettmar.de steht, seinen alten Rekord geknackt.

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Helmut Meyer schiebt Weihnachtsbäume in die Schreddermaschine.

Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Burgwedel. Miriam und ihre Mutter Diana Gembus schleppen ihren über zwei Meter hohen Weihnachtsbaum zum Feuerwehrhaus. So schwer scheint die Tanne nicht zu sein, denn außer Puste sind die beiden Frauen aus Wettmar nicht. Letztes Jahr hätten sie den Baum noch kleingesägt und durch den Kamin gejagt. „Weil die Idee mit dem Schredderfest aber so toll ist, bringen wir ihn nun hierher - und freuen uns auf die Bratwurst“, sagte Diana Gembus.

Alfred Beier hat außer dem ausgedienten Weihnachtsbaum, den er umweltfreundlich entsorgen will, seine Nichte Lina im Schlepptau. „Hier treffe ich immer nette Leute und genieße meine Wurst“, sagte der Wettmarer.

Unter dem Motto „Tausche Baum gegen Bratwurst“ gibt es bei Helmut Meyer von wettmar.de für jeden gelieferten Baum einen Gutschein für eine kostenlose Bratwurst. „Die Leute könnten ihren Baum einfach vor dem Haus entsorgen und von der Müllabfuhr abholen lassen. Aber das tun sie eben nicht“, freut sich der Mann, der an der Schreddermaschine alle Hände voll zu tun hat. Insbesondere zur Mittagszeit strömen bei schönstem Sonnenschein die Menschen aus ganz Wettmar auf den Platz vor der Feuerwehr.

Einige transportierten die zum Teil schon sehr trockenen Tannen auf dem Dach ihres Autos oder im Kofferraum mit geöffneter Klappe. Andere nutzen große Kunststoffsäcke zum Tragen oder ein Kettcar zum Transport. „Einer kam sogar mit einen Rollator und Baum an“, amüsiert sich Helmut Meyer.

Die Schreddermaschine hat die Firma Gartenbau Fortmüller zur Verfügung gestellt. „Mit dem Kleinholz decken wir Felder und Beete ab“, erklärt Inhaber Marcus Fortmüller.

Mit dem Fest tun die Veranstalter etwas fürs Dorf. „Der Aufwand ist gering, das Erlebnis groß“, sagt Jonas-Christian Kurtze, Organisator und Vorsitzender von wettmar.de. Laut Kurtze soll mit dem Überschuss aus dem Getränkeverkauf der Ort verschönert werden. In den vergangenen Jahren wurden von dem Geld Blumenzwiebeln und ein Sonnensegel für den Spielplatz angeschafft und die Dorfbücherei unterstützt. „Was wir diesmal mit dem Geld machen, steht noch nicht fest“, sagt der Organisator. Fest stehe aber: Im nächsten Jahr gibt es wieder das Schredderfest. „Dann können sich die Leute auf die leckere Bratwurst und gute Gespräche freuen.“

Katerina Jarolim-Vormeier

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