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Wie wollen Senioren in Burgwedel wohnen?

Burgwedel Wie wollen Senioren in Burgwedel wohnen?

In Burgwedel fehlt bezahlbarer Wohnraum für ältere Menschen - aber die Stadtverwaltung hat bauwillige Investoren aufgetan, um dem Mangel zu begegnen. Wie und wo gebaut werden soll, darüber werden die Bürger mitreden - schon im November.

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Die Stadt Burgwedel will im November bei einem Workshop Investoren und mögliche Grundstücke vorstellen.

Quelle: dpa/Symbolbild

Burgwedel. Vor anderthalb Jahren hatte sich im Rathaus eine siebenköpfige Arbeitsgruppe mit dem Projektauftrag „Seniorenwohnen“ konstituiert. Jetzt hat Concilio im Ausschuss für Soziales und Demografie den aktuellen Sachstand vorgetragen. Ihre wichtigste Botschaft: Für Seniorenwohnen - barrierefrei in jeder Form und generationsübergreifend - stehen Grundstücke zur Verfügung und Investoren bereit. Diese hätten großes Interesse zu erfahren: „Wie wollen wir wohnen?“

Um diese Frage soll es im November bei einem öffentlichen Workshop für alle Burgwedeler Bürger wie auch für die Kommunalpolitiker gehen - und zwar vor dem Hintergrund ganz konkreter Grundstücke und erster Projekt-ideen, die dann vorgestellt werden sollen. Schon im Frühjahr hatte Concilio skizziert: Die Wohnungen sollen unterschiedlich groß sein, Platz für alleinstehende Rentner ebenso wie für Familien sowie eine verlässliche Versorgung bieten.

Standorte für die Wohnprojekte benannte Concilio im Demografie-Ausschuss noch nicht. Aber im Bebauungsplan für das neue Pöttcherteich-Wohngebiet am Nordwestrand von Großburgwedel ist bereits die Option für generationsübergreifendes Wohnen vorgesehen worden. Zudem führt die Verwaltung nach Informationen dieser Zeitung Gespräche über Flächen im Bereich zwischen Kokenhorststraße und dem Mühlenfeld-Baugebiet.

Für die Bürgerbeteiligung soll die Werbetrommel mächtig gerührt werden, kündigt Concilio an. Plakate und Flyer seien bereits gedruckt, verriet sie. Von dem Workshop verspricht sich die Erste Stadträtin „direkte Ergebnisse“ für die weiteren Verhandlungen mit den Investoren. Schon Anfang 2016 sollten die ersten Pflöcke eingeschlagen werden.

Kommentar: Kurs halten

Alles und jeder im Burgwedeler Rathaus rotiert, um die Unterbringung immer weiterer Flüchtlinge zu gewährleisten. Da hätte man viele Entschuldigungen, warum das Projekt Seniorenwohnen nun erst einmal warten müsse. Aber Christiane Concilio und ihre Arbeitsgruppe haben das für so viele ältere Menschen wichtige Thema, das zuvor jahrelang vernachlässigt worden war, diesmal nicht aus den Augen verloren. Sie haben den Markt sondiert, Gespräche mit Investoren und Grundstücksbesitzern geführt. Im November werden sie nicht mit leeren Händen vor die Bürger treten, die – auch dies bindet zusätzliche Arbeit – frühzeitig in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollen. Das verdient – Respekt.

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