Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
"Wie wollen Sie für bezahlbaren Wohnraum sorgen?"

Der Kandidaten-Check "Wie wollen Sie für bezahlbaren Wohnraum sorgen?"

Am 11. September wird der neue Rat gewählt. Die Redaktion bat alle Parteien, die für dieses Gremium mit mehr als einem Kandidaten antreten, sich zu sieben Fragen zu äußern. Lesen Sie heute die Antworten auf Frage 1: Preiswertes Bauland und Mietwohnungen sind in Burgwedel Mangelware. Wie wollen Sie gegensteuern?

Voriger Artikel
Nächste Waldgeneration schont Grundwasser
Nächster Artikel
"Braucht Burgwedel besseres Stadtmarketing?"

Symbolbild

Quelle: dpa/Archiv

Anke Bitterkleit-Kutz, CDU: "Wir möchten mit einem maßvollen Ausweisen von Neubaugebieten die vorausschauende Stadtplanung der letzten Jahrzehnte fortsetzen. Die Einwohnerentwicklung muss zum Charakter und der Infrastruktur unserer Stadt passen. Und auch neu geschaffener bezahlbarer Wohnraum wird nur angenommen werden, wenn er zu Burgwedel passt – also in übersichtlichen Wohneinheiten über die Stadt verteilt anzutreffen ist."

Hans-Joachim Rödiger, SPD: "Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen müssen in Burgwedel Wohnraum finden. Wir werden nur Baugebieten zustimmen, wenn bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum entsteht. Geschosswohnungsbau, mit Landesmitteln gefördert, ist eine Lösung. Ein Wohnkataster kann helfen, bebaubare Flächen zu erfassen. Generationsübergreifende Projekte mit barrierefreiem Wohnraum sollen in neuen Wohngebieten entwickelt werden."

Verena Itzel-Kietzmann, FDP: "In allen Neubaugebieten sollten 20 bis 25 Prozent des Baulandes vergünstigt an gemeinnützige Bauträger vergeben werden mit der Auflage, dass die Wohnungsmieten für fünf bis acht Jahre nicht erhöht werden dürfen. Bauvorschriften für den Ausbau von Dachgeschosswohnungen und für die Aufstockung von Mehrfamilienhäusern sollten vereinfacht werden."

Heinz Visel, Grüne: "Nach jahrzehntelanger bevorzugter Ausweisung von Bauland für Einfamilienhäuser wollen wir stärker Mehrfamilienhäuser und besondere Wohnprojekte sowie Sozialwohnungen planen und Investoren und Bauträger dafür unter Vertrag nehmen. Ferner wollen wir über Maßnahmen und Fördermittel für die altersgerechte, barrierefreie und energetische Sanierung so informieren, dass im Bestand gute Wohnungen wieder preiswert verfügbar werden."

Stefan Kautz, Unabhängige: "Die Schaffung von Wohnraum zu preiswerten Mieten ist eine vordringliche Aufgabe. Der jetzige aktuelle Fehlbedarf ist das Ergebnis verfehlter Planung seit 1997. Die Stadt hat dafür Bauland möglichst in allen Ortsteilen vorzuhalten. In Neubaugebieten sollte ein fester Anteil von Sozialwohnungen eingeplant sein."

Kai Stein, WEB: "Ein hoher Bodenrichtwert in den bevorzugten Stadt- und Ortsteilen hat Auswirkung auf den Quadratmeterpreis Bauland. Einfluss kann die Stadt hier nur nehmen, indem sie die Erschließungskosten teilweise übernimmt und diese nicht voll in den Verkaufspreis für Bauland einrechnet. Preiswertere Mietwohnungen sind nur über sozialen Wohnungsbau (Subvention) oder Eigenbauprojekte der Stadt möglich."

Adam Malik, Die Partei: "Isernhagen eingemeinden und planieren. Das kommt da alles weg und wird durch platzsparende Plattenbauten ersetzt. Ab dem 35. Stockwerk hat man dann einen wunderbaren Blick auf das pittoreske Burgwedel. Außerdem haben wir dann eine gemeinsame Grenze mit Hannover, die wir mit einer wunderschönen Mauer befestigen können."

Von der Redaktion

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten