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Wiekenbergs haben Ersatz für Spielgelände

Engensen Wiekenbergs haben Ersatz für Spielgelände

Familie Wiekenberg bietet ihre Wiese direkt neben der Kindertagesstätte kostenlos an: Sollten in der Mehrzweckhalle Flüchtlinge untergebracht werden, dürfe die Stadt die Kita-Spielgeräte gern auf ihrem Grundstück aufstellen.

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Sollten Flüchtlinge an der Waldstraße einquartiert werden, hätte Bärbel Wiekenberg Ersatz für das östliche Kita-Gelände.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel. Bärbel Wiekenberg, selbst gelernte Kindergärtnerin, wünscht sich, dass endlich „Dampf aus dem Kessel“ abgelassen wird. Denn seit die Stadtverwaltung ihren Plan B für die Notunterbringung von Flüchtlingen bekannt gemacht hat, haben sich in ihrem Dorf Sorgen und Emotionen mächtig aufgestaut.

Ein Teil der Engenser Eltern ist nicht einverstanden damit, dass sich der Weg ihrer Kita-Kinder mit dem der Flüchtlinge kreuzen würde, die zu ihrem Quartier in der Mehrzweckhalle zwangsläufig das Außengelände passieren müssten. In der vorzeitig abgebrochenen Onlinepetition gegen den Engenser Plan B wurde zudem ein - von der Stadt bestrittenes - erhöhtes Risiko unterstellt, dass Kinder sich mit Tuberkulose oder anderen „exotischen Krankheiten“ anstecken könnten.

Die Wiekenbergs - Ehemann Heinrich sitzt für die WEB im Ortsrat - meinen nun, einen möglichen Ausweg aus den schwer aufzulösenden Meinungsverschiedenheiten gefunden zu haben. Sie haben der Stadt den Teil ihres weitläufigen Hofgrundstücks angeboten, der direkt an den westlichen Teil des Außengeländes des Kindergartens angrenzt: rund 600 Quadratmeter Wiese mit einer Baumgruppe darauf. „Die paar Meter Maschendrahtzaun und der Kompost können weg, kein Problem“, sagt Bärbel Wiekenberg. Schon könnten sich das westliche Spielgelände der Kita um 600 Quadratmeter Richtung Schillerslager Straße ausdehnen und das östliche Außengelände dann exklusiv den Flüchtlingen überlassen werden.

Wiekenberg fände diese Lösung sinnvoll. Denn sie ist relativ sicher, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis das von den Flüchtlingen genutzte Türchen zur Straße einmal offen stehen bliebe.

Bei der Stadtverwaltung hat man das Angebot der Engenser dankend zur Kenntnis genommen. Jedoch sei nach jetzigem Stand das flexibel nutzbare Außengelände zu beiden Seiten der Kita ausreichend, sagte auf Anfrage Stadtsprecherin Michaela Seitz-Seidel. Bei Bedarf könne ja jederzeit nachjustiert werden.

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