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Mit Fußballparty in den Ruhestand

Burgwedel Mit Fußballparty in den Ruhestand

Nach zusammen 97 Dienstjahren am Gymnasium Großburgwedel wollten die Drei nur eins nicht: große Reden zum Abschied! Stattdessen wurde am Dienstag vor versammelter Schülerschaft zu Ehren von Detlef Hoyer, Wolfgang Grüne und Christina Wippermann gekickt.

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Wolfgang Grüne und Christina Wippermann nehmen Abschied vom Gymnasium Großburgwedel - mit Wehmut.

Quelle: Martin Lauber

Großburgwedel. "Packt sie!" "Heiß, heiß, Hoyer!"  Transparente heizen die Partystimmung im Stadion an. Vor allem aber staunt die gesammelte Schüler- und Lehrerschaft auf den Rängen über Wolfgang Grüne am Mikrofon. Der Mann, der Jahrzehnte lang mit seiner Theater-AG die Klassiker in Ehren gehalten hat, versteckt seine abgrundtiefe Trauer über den bevorstehenden Abschied nach 37 Jahren hinter einer witzig-kenntnisreichen Fußballmoderation, die Béla Réthy & Co. blass aussehen lässt. "Appel hatte das Tor etwas weiter links vermutet", kommentiert er trocken einen Fehlschuss von Jugendpfleger Uli Appel, der als Ehemaliger das Lehrerteam verstärkt.

Auch die beiden anderen Lehrkräfte, um die sich am Vortag des Ferienbeginns alles dreht, mischen mit. Christina Wippermann,  seit 1995 stellvertretende Direktorin mit den Fächern Mathematik und Physik, tritt das Leder zum  Anstoß. Detlef Hoyer, heißgeliebter Sport- und Deutschlehrer seit 1977, schlüpft ins blau-weiße Trikot und verwandelt sogar einen Elf-Meter. Die Schülermannschaft bleibt 60 Minuten höflich im Schongang. Am Ende heißt es beim Stand von 6:6 Toren Elfmeterschießen, das der Nachwuchs dann doch mit 4:2 für sich entscheidet.

Die interne Abschiedsfeier im Kollegium geht am Nachmittag dann wirklich ohne große Reden über die Bühne. Zum Ständchen "Das Wandern ist des Müllers Lust" überreicht das Kollegium jedem der drei Scheidenden einen Koffer, der mit Geschenken gefüllt wird. Grüne darf sich über eine Leipzig-Reise samt einem Konzert des Gewandhausorchesters freuen, Hoyer über Bundesligatickets. Er wird Kollegen und Ex-Schülern in seiner Handballmanschaft eng verbunden bleiben. Christina Wippermann, die nach insgesamt 47 Jahren im Norden jetzt in ihre alte Heimatstadt Köln zurückkehren will, erhält nicht etwa Karten fürs Müngersdorfer Stadion, sondern für "Rhein in Flammen".

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