Pattensen. Seit Anfang der Woche ist die Gründung des neuen Charter - so heißen die einzelnen Klubabteilungen - Thema in den Medien. Zum Tagesgespräch in Pattensen macht es die Tatsache, dass im Impressum der Badland-Internetseite Pattensen genannt wird. Diese Adresse sei aus rechtlichen Gründen angegeben worden, weil ein Impressum notwendig sei, sagt der Rocker, der nicht namentlich genannt werden will.
Er selbst sei früher Mitglied der Hells Angels gewesen. Und er habe mit sechs Mitstreitern das neue Charter gegründet, um den Mitgliedern eine neue Heimat zu geben. „Wir kommen alle aus dem südwestlichen Umland von Hannover.“ Er selbst lebe im Stadtgebiet von Pattensen. Ein eigenes Klubheim oder -gelände werde es wahrscheinlich nicht geben, weil das Charter zu klein sei, um eine solche Anlage zu finanzieren.
Die Medienberichte habe er verfolgt und sich über viele Punkte geärgert, vor allem über die angeblichen Verbindungen der Hells Angels zur kriminellen Szene, sagte der Rocker. „Wir sind ganz normale Leute, arbeiten, haben Familie.“ Sein Arbeitgeber und seine Nachbarn wüssten, dass er bei den Hells Angels war - alle könnten damit umgehen.
Wichtig war dem Pattenser gestern vor allem eins: „Frank hat mit dem neuen Charter nichts zu tun“, sagte er in Anspielung auf Frank Hanebuth, den ehemaligen Chef der Hells Angels Hannover. Dass die Rocker in der idyllischen Altstadt von Pattensen ein Haus gekauft haben sollen, bezeichnete er als „lächerliches Gerücht“.
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