Pattensen-Mitte. Wilhelm Habermalz, der beiden Institutionen angehört, berichtete als Gast über die Hintergründe. Pattensen sei während der Krieges ein friedlicher Ort gewesen, doch er sollte in den allerletzten Tagen doch noch verteidigt werden. Als die anrückenden Amerikaner beschossen wurden, forderten sie Jagdbomber an. Es fielen mehrere Bomben, 44 Menschen starben. Auf dem Friedhof seien die Grabsteine der Zivilisten und der Soldaten, die alle das gleiche Todesdatum haben, mit einer niedrigen Mauer als Gedenkstätte gestaltet. „Doch was der Ort bedeutet, sagt einem keiner.“ Auf der Tafel soll unter anderem stehen: „Am 8. April 1945, in den letzten Tagen des Weltkrieges, starben in Pattensen durch einen Angriff amerikanischer Bomber 44 Menschen – darunter 15 Soldaten.“
Ortsratsmitglied Manfred Presuhn (CDU) schilderte, wie er den Angriff als Siebenjähriger erlebt hat. Er verlor dabei einen Schulkameraden. Jörg Walkowiak (SPD) regte an, in der Inschrift nicht nur pauschal von „44 Menschen“ zu sprechen, sondern neben den Soldaten auch die vielen Frauen und Kinder zu erwähnen. Habermalz sagte zu, dass über eine Modifizierung des Textes nachgedacht wird.
Kim Gallop
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