Leinetal. Besonders stark betroffen ist Hemmingen. Dort erreichen von derzeit neun Ärzten in den nächsten fünf Jahren drei (33 Prozent) die Altersgrenze. Das ist das Ergebnis einer Studie über die ambulante ärztliche Versorgung in der Region Hannover (auf www.hannover.de zum Download).
Hemmingens Stadtverwaltung haben die Ergebnisse nicht überrascht. „Demografie insgesamt ist bei uns ein Thema“, sagt die Erste Stadträtin Regina Steinhoff. Deshalb werde auch die Entwicklung beim ärztlichen Angebot im Stadtgebiet aufmerksam verfolgt. Die Kommune hat aber keine direkten Einflussmöglichkeiten. Wo sich Ärzte niederlassen, entscheidet die Kassenärztliche Vereinigung. Deshalb konzentriere sich die Stadt Hemmingen auf die Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum, aber auch auf Kinderbetreuungsangebote, sagt Steinhoff. „Wir wollen insgesamt die Attraktivität steigern.“ Denn dort, wo ältere Menschen lange in ihrem häuslichen Umfeld bleiben und junge Familien hinziehen, da sei auch ein guter Standort für eine Arztpraxis.
Die Studie prognostiziert für Laatzen, dass dort von 20 Hausärzten sechs (30 Prozent) demnächst aufhören und in Pattensen von sieben Ärzten zwei (29 Prozent).
Die Studie betrachtet auch die Versorgung mit Fachärzten, führt aber auf, welche Facharztrichtung in einer der Nachbarstädte vertreten ist. So gibt es in Pattensen keinen Kinderarzt, dafür aber in den Nachbarkommunen Hemmingen (1), Laatzen (4) und Springe (1). In Hemmingen fehlt ein Augenarzt, der aber in Laatzen (2) sowie Pattensen, Ronnenberg und Springe (jeweils 1) vertreten ist.
Kim Gallop
HAZ.de Anmeldung
