Empelde. Dieter Schur (SPD) fragte den Betreiber nach den Konsequenzen. Risch kündigte an, dass an der Baustelle eine zusätzliche Sicherung nach dem Vier-Augen-Prinzip eingeführt werden soll. Verantwortliche Mitarbeiter der beauftragten Firmen müssen künftig gegenseitig alle Arbeitsschritte anhand einer Checkliste prüfen. Ein vergessener Arbeitsschritt war am vergangenen Freitag die Ursache des Störfalls.
Hans-Heinrich Hüper (CDU) wertete den Vorfall als „menschliches Versagen“. Daraus resultiere, dass „ein Restrisiko des Kavernenbetriebs nicht mehr nach menschlichem Ermessen bewertet werden könne.“
Wolfgang Mittlmeier vom Bürgerforum Gaskavernen forderte „eine neutrale und umfassende Risikoanalyse“. Die Volksvertreter sollten sagen, ob sie eine erweiterte Risikoanalyse wollen. Bürgermeister Walther verwies auf das Landesbergamt als zuständige Behörde. „Im Genehmigungsverfahren für die Kavernen spielt die Meinung der Stadt keine Rolle“, sagte Walther.
Als sich Anwohner am Sitzungsende wegen des Baustellenlärms beschwerten, waren die GHG-Vertreter nicht mehr anwesend. „Wir erwarten von den Politikern Hilfe, dass der Lärm aufhört“, sagte Heinz Cassens. „Brummtöne und laute Geräusche sind nicht auszuhalten“, sagte der Empelder.
GHG-Projektleiter Peter Pawlitza teilte am Freitag mit, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Lärm auch nachts deutlich unterschritten werden. Trotzdem soll der Lärmschutzzaun auf der Baustelle erhöht werden. Außerdem wird „die schlagende und quietschende Windenanlage“, die Metallrohre im Bohrloch bewegt, künftig nur noch tagsüber in Betrieb sein. An den Feiertagen sei Baustellenruhe. Zwischen Weihnachten und Neujahr werde aber gearbeitet. Ende Januar soll die Bautätigkeit an der Kaverne 2 beendet sein.
Kerstin Siegmund
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