Empelde. Die Liste der Projekte ist lang, mit denen sich etwa 400 Schüler der Jahrgänge neun und zehn der Empelder Gesamtschule beschäftigen. Aus 52 Themen konnten die Jugendlichen auswählen. Dazu zählen beispielsweise das Lernverhalten von Mäusen, die Entstehung von Sternen, Schwangerschaft und Geburt sowie Seife, Bier oder Wein herstellen. Auch Krankheiten wie Magersucht und Aids stehen auf dem Programm. Ziel sei das selbstständige Lernen im naturwissenschaftlichen Bereich und in der menschlichen Forschung, sagt Lehrer Hartmut Rühs.
Im Losverfahren sind Schülergruppen gebildet worden, die sich drei Tage lang dem ausgewählten Thema widmen. Die Projekttage enden mit einer Präsentation der selbst erarbeiteten Ergebnisse, die jede Gruppe vortragen muss. Das sei ein guter Praxistest für das Berufsleben, ergänzt Schulsozialarbeiterin Claudia Friedrich.
Lehrerin Sibylle Ehlers zeigt Banu, Nathalie und Michelle, wie Seife hergestellt wird. Die Mädchen arbeiten nach einer Rezeptur ähnlich eines Kuchenrezeptes. Fett und Natronlauge werden zu einer puddingähnlichen Masse gerührt und mit Lavendelöl parfümiert. Nun sind die Schülerinnen gespannt, ob sich die Seifenstücke nach einer mehrwöchigen Trocknungsphase gut aus den Förmchen lösen lassen.
Weniger aromatisch riecht es einige Räume weiter. Wael, Florian und Marian verfolgen genau, ob sich eine weiße Maus in einem Labyrinth zurechtfindet und auch wieder in ihren Käfig zurückfindet. Die Tiere, ausgeliehen aus dem Schulbiologiezentrum in Hannover, lassen die Schüler staunen. Sie könnten sich tatsächlich erinnern, welchen Weg sie am Tag zuvor genommen haben, berichtet Florian.
Dass nicht nur Alkohol und Drogen, sondern auch Handys und Computer abhängig machen können, haben gestern 140 Schüler erfahren. Suchtprävention steht auf dem Programm der Projekttage für die Siebtklässler. Acht Referenten aus den unterschiedlichen Suchtberatungsstellen sind in die Schule gekommen, um die Jungen und Mädchen aufzuklären.
Den Abschluss macht ein gemeinsames Brennballturnier. „Die Schüler sollen erfahren, dass sie den Kick auch anders kriegen können“, sagt Sozialpädagogin Claudia Friedrichs.
Kerstin Siegmund
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