Wunstorf-Luthe. Der von den beiden Nordländern gestoppte Transport von 170.000 Tonnen Asbestabfällen aus Wunstorf-Luthe hat am Montag den Umweltausschuss des Landtags beschäftigt. Die Parlamentarier vereinbarten, dass die niedersächsische Landesregierung innerhalb von zwei bis drei Wochen eine schriftliche Einschätzung der Lage abgeben soll. „Dabei soll eine Bewertung der rechtlichen Situation und eine Bewertung der Alternativen zu dem bislang vorgesehenen Transport vorgenommen werden“, sagte der Ausschussvorsitzende, Stefan Wenzel (Grüne). In einem zweiten Schritt soll die Region Hannover möglichst bis Ende Februar zur Unterrichtung in den Ausschuss eingeladen werden.
Wenzel, der auch Fraktionvorsitzender der Grünen im Landtag ist, äußerte die Erwartung, dass sich das Umwelt- und das Sozialministerium mit der Region an einen Tisch setzen, um die Auswirkungen des Gutachtens zu analysieren. Aufgrund eines Rechtsgutachtens hatte die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern die Annahme der Abfälle aus der Asbestproduktion auf einer landeseigenen Deponie abgesagt. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hatte bereits im Dezember Transporte auf eine Deponie bei Lübeck verboten. Wenzel erwartet nun eine „ernsthafte Prüfung“ der Alternativen zum Transport, die dann dem Umweltausschuss vorgestellt werden sollten.
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