Bokeloh. Die Männer hatten den Auftrag, bereits gebohrte Löcher im Gestein mit Sprengstoff zu befüllen. Bei vorbereitenden Arbeiten dazu löste sich plötzlich aus ungeklärter Ursache ein tonnenschwerer Salzblock und begrub den 50-Jährigen unter sich. Der Notarzt, der von dem Kollegen des Verschütteten verständigt wurde, konnte nur noch den Tod des Bergmanns feststellen. Der Kollege des Verunglückten erlitt einen Schock und konnte noch nicht vernommen werden. Die Polizei und das zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie untersuchten noch in der Nacht die Unfallstelle. Geprüft wird unter anderem, ob ein Verstoß gegen den Betriebsplan vorliegt. „Jeder Bergmann hat vor Arbeitsbeginn seinen Arbeitsbereich zu kontrollieren“, erklärt Rochus Rieche vom Landesamt. Sobald der Bergmann erkennt, dass sich Gesteinsbrocken aus der Wand oder aus der Decke lösen könnten, muss er die Gefahrenstellen entweder selbst beseitigen oder sie beseitigen lassen.
Der letzte tödliche Unfall in „Siegmundshall“ hatte sich im Jahr 2007 ereignet. Damals war ein Spezialfahrzeug abgestürzt und hatte einen der Arbeiter unter sich begraben. Auch für diesen Bergmann kam jede Hilfe zu spät.
HAZ.de Anmeldung
