Die Frage, ob es die Stadt erlauben darf, den Tunnel an der Hindenburgstraße für Graffitisprayer freizugeben, bleibt noch unbeantwortet. Auch der Kommunale Schadensausgleich (KSA) – die Haftpflichtversicherung für Kommunen – will sich nicht festlegen. Der Verband hat die Anfrage aus Wunstorf an den Allgemeinen Kommunalen Haftpflichtschaden-Ausgleich (AKHA) weitergeleitet. Das ist ein Verband, der wie ein Rückversicherer für die KSA agiert. Eine Antwort wird es in diesem Jahr nicht mehr geben.
Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt hat von dem Schritt des KSA berichtet. Er wiederum hatte sich zuvor an den KSA gewandt. Grund: Der CDU-Ortsratsherr Andreas Niepel hatte nach der Freigabe des Tunnels für Sprayer Bedenken angemeldet und eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen. Eberhardt wollte für die Stadt kein Risiko eingehen. Er fragte beim kommunalen Versicherer an. Der wiederum rückversichert sich nun beim AKHA. Der ist auch wieder rückversichert bei der Vereinigung europäischer Kommunalversicherer (EMIG).
Indes ist im Tunnel schon jetzt kein Platz mehr für mehr und weniger kunstvolle Sprühwerke. Die Sprayer schaffen Tatsachen. Eberhardt glaubt, am Ende des Prüfprozesses könnte eine Duldung stehen.
von Albert Tugendheim
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